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Der Leitfaden

der Elektro- dynamik ist die Voraussetzungen, um die Eigen- schaften des Plasmas, des Aggregatzustandes, in dem sich der Kosmos zu mehr als 99% befindet, zu verstehen..  

Missverständnisse

sind der Grund, warum viele Leute die Ideen des Elektrischen Universums ablehnen. Hier wird mit den Missverständnissen aufgeräumt.

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l etzte Änderung: 01.11.2017

Die Entdeckung der Elektrischen Sonne

Teil 1

gepostet am 5.Dezember, 2011  von David Talbott  

Im zwanzigsten Jahrhundert begannen Pioniere der Plasma-Kosmologie die entscheidende Rolle der

elektrischen Ströme im interstellaren und intergalaktischen Raum zu identifizieren.

Die    Hypothese    vom    "Elektrischen    Universum"    -    erweitert    die    Plasma-Kosmologie    in    Domänen,    die bestenfalls   nur   teilweise   durch   ihre   Pioniere   berührt   wurden.   Dieser   Artikel   wird   eine   kurze   Zusammenfassung der   "Elektrischen   Sonne,"   ein   Kernthema   des   Elektrischen   Universums   präsentieren.   Darüber   hinaus   werden   wir Hinweise   auf   die   jüngsten   interdisziplinäre   Beiträge   Anderer   zu   einem   neuen   Verständnis   von   Elektrizität   im Raum anzubieten.

1. Die Sonne und der Kosmos

Das   theoretische   Verständnis   der   Sonne   und   ihrer   Domain   hat   schon   immer   verschiedene   Ideen   über   die Ereignisse   in   einem   größeren   Maßstab,   wie   die   Bildung   von   Galaxien   und   planetare   Nebel   reflektiert.   Umgekehrt, wenn   wir   mehr   über   die   Sonne   lernen,   hat   dieses   Wissen   das   Potenzial,   langjährige   Ideen   über   das   Universum   als Ganzes in Frage zu stellen. Seit   mehr   als   einem   Jahrhundert   war   die   allgemein   akzeptierte Ansicht   unter Astronomen   und   Kosmologen kategorisch:   Die   Schwerkraft   ist   König.   Die   Schwerkraft   regiert   den   Himmel.   Sie   ist   die   ultimative Triebkraft   hinter der     Entwicklung     von     Galaxien     und     Sterne.     Obwohl     dieses     Hauptdogma     mit     dem     Aufkommen     der Relativitätstheorie   komplizierter   wurde,   durch   einen   kontinuierlichen   Strom   von   Überraschungen   im   Raumfahrt- Zeitalter    dann    noch    komplizierter    wurde,    blieb    die    Schwerkraft    souverän.    Sie    ist    die    schwächste    der fundamentalen   Kräfte,   die   der   Wissenschaft   bekannt   ist,   aber   der   Stand   des   theoretischen   "Konsens"   fuhr   fort, die    Schwerkraft    als    die    einzige    fundamentale    Kraft    zu    behandeln,    die    in    der    Lage    sei,    über    kosmische Entfernungen zu wirken. Im   Gegensatz   dazu   schlägt   die   hier   überprüfte   Hypothese   vor,   dass   die   elektrische   Kraft   eine   wichtigere Rolle   im   Kosmos   spielt,   als   jemals   unter   den   Standard-Theorien   der Astronomie   des   20.   Jahrhunderts   anerkannt wurde.   Wir   wissen   jetzt,   dass   der   Weltraum   nicht   leer   ist,   sondern   mit   geladenen   Teilchen   gefüllt   ist,   einem   Meer von   leitendem   Plasma,   wenn   auch   extrem   verdünnt.   Schnell   deutet   mehr   darauf   hin,   dass   elektrische   Ströme,   die im   intergalaktischen,   interstellaren   und   interplanetaren   Raum   unmittelbar   verteilt   sind,   oft   entscheidend   zur Entwicklung   der   kosmischen   Struktur   beitragen.   Sobald   die   heutigen   Theoretiker   darauf   kommen,   diese   Rolle   zu erkennen, wird das Bild des Weltraums für immer verändert werden. Die   entstehende   elektrische   Perspektive   sieht   eine   integrale   Verbindung   von   Sternen   und   Galaxien   mit ihrer   externen   Umgebungen.   Als   die   Beobachtung   unerwartet   hohe   und   stark   fokussierte   Energien   im   Weltraum zu   offenbaren   begann,   verlangte   die   frühere   Theorie,   dass   der   Antrieb   dazu   aus   dem   Inneren   der   beobachteten Strukturen   kommen   müsse,   entweder   direkt   oder   indirekt   durch   Schwerkraft   initiiert.   Diese   Forderung   ihrerseits kann   Kosmologen   nur   davon   abbringen,   die   grundlegendste   Frage   zu   stellen:   Ist   es   möglich,   dass   externe elektrische   Ströme,   gespeist   von   der   gespeicherten   Ladung   im   tiefen   Raum   einen   Großteil   der   beobachteten strukturellen Entwicklung antreiben? Angesichts   unserer   Nähe   zur   Sonne   und   der   immanenten   Möglichkeit,   elektrische   Messungen   in   der   Nähe der   dynamischen   Aktivität   der   Sonne   durchzuführen,   bietet   vielleicht   kein   anderes   Thema   ein   umfangreicheres Fenster   auf   die   Rollen   des   Plasmas   und   die   damit   verbundenen   elektrischen   Ströme   im   Weltraum.   Was   werden die Ergebnisse für unser Denken über die weiter entfernten kosmischen Weiten sein?

2. Das Plasma-Universum

Das    20.    Jahrhundert    brachte    zahlreiche    Fortschritte    in    unserem    Wissen    über    geladene    Teilchen    im "Vakuum"   des   Weltraumes   [1]. Als   neue Teleskope   und   Weltraum-Sonden   die   Grenzen   des   menschlichen   Wissens erweiterten,    wurde    der    Weltraum    mit    elektromagnetischer    Aktivität    belebt.    Techniker    und    Ingenieure    des Weltraumzeitalters   lieferten   den   theoretischen   Wissenschaften   alle   benötigten   Beweise,   um   die   Existenz   von elektrischen    Ströme    und    Magnetfeldern    zu    bestätigen,    die    diese    Ströme    über    die    entferntesten    Winkel    des Raumes erzeugen. Das   neue   Bild   revidiert   die   vor   dem   Weltraumzeitalter   formulierten   Annahmen   der   Lehrbuch-Kosmologie. Nun   erinnert   der   stetige   Strom   von   Überraschungen   an   frühere   Visionäre,   an   Kristian   Birkeland,   Nikola   Tesla   und Irving   Langmuir,   an   den   Begründer   der   Plasma-Kosmologie,   Hannes   Alfvén;   sie   alle   erwarteten   die   Bedeutung der Elektrizität für das kosmische Geschehen [3]. Die     meisten     Astronomen     und     Kosmologen,     die     mit     Annahmen     arbeiteten,     die     lange     vor     dem Weltraumzeitalter   formuliert   waren,   hatte   gelernt,   die   Elektrizität   zu   ignorieren.   Das   angenommene   "Vakuum"   des Weltraumes   würde   keine   elektrischen   Ströme   zulassen. Aber   dann,   als   entdeckt   wurde,   dass   der   ganze   Weltraum ein   Meer   von   leitendem   Plasma   ist,   kehrten   die   Theoretiker   ihre   Position   um   und   sie   behaupteten,   dass   jede Ladungstrennung     sofort     neutralisiert     würde.     Der     Punkt     wurde     unverblümt     von     dem     hervorragenden Sonnenphysiker   Eugene   Parker   erklärte:   "...   Kein   signifikantes   elektrisches   Feld   kann   im   Referenzrahmen   des bewegten Plasmas entstehen." [4] Allerdings     Alfvén     und     seine     Kollegen     erkannten,     dass     komplizierte     kosmische     Strukturen     und hochenergetische    Ereignisse    im    Weltraum    die    Zeugen    von    elektrischen    Ströme    sind,    die    das    Meer    von interstellaren   und   intergalaktischen   Plasma   durchziehen.   Zum   Beispiel   haben   wir   jetzt   das   "Brummen"   dieser kosmischen Stromleitungen durch ihre Funksignale erkannt [5] . Wenn   Ströme   im   Weltraum-Plasma   fließen,   werden   die   erzeugten   Magnetfelder   die   Strömung   in   der   Regel zu    engen,    verzwirnten    Filamenten    einschnüren,    die    als    Plasma-z-Pinches    bekannt    sind.    Das,    was    wir    jetzt beobachten,   ist   das   Füllen   des   "Vakuums"   des   Raumes,   wie   Alfvén   selbst   vorausgesagt   hatte.   Noch   intensivere Fokussierung    dieses    Stromflusses    wird    oft    explosive    elektrische    Entladung    erzeugen,    und    die    daraus resultierende   elektromagnetische   Strahlung   kann   —   bei   höchsten   Energien   —   "Synchrotronstrahlung"   erzeugen, die   reichlich   im   Weltraum   beobachtet   wird.   Intensive   elektrische   Felder   bleiben   die   einzige   plausible   Erklärung. Aber    als    Alfvén    galaktische    Synchrotronstrahlung    vorhergesagte,    haben    die    Astronomen    nicht    reagiert. Elektrische Felder im Raum waren in ihr Lexikon noch nicht eingetragen.

3. Wie Galaxien in der Plasma-Kosmologie entstehen

Alfvéns   lebenslange   experimentelle   Arbeit   legte   den   Grundstein   für   einen   neuen   Ansatz   zur   Entstehung von   Galaxien.   Galaxien   wurden   oft   durch   das   volle Ausmaß   der   elektromagnetischen   Strahlung   in   der   Umgebung in den Schatten gestellt, aber die Quelle dieser Energie muss berücksichtigt werden. Im   Plasma-Universum   überschneiden   sich   elektrische   Ströme   an   kritischen   Punkten,   um   einen   elektrische Wirbel   anzutreiben,   das   bewirkt   die   Geburt   einer   Galaxie.   Dieses   vorstellbare   Verhalten   der   Elektrizität   im   Raum basiert   auf   den   Laborbeobachtung   elektrischer   Ströme   und   elektrischer   Entladung   im   Plasma,   zusammen   mit Computersimulationen   in   der   Weise,   wie   geladenen   Teilchen   unter   der   Einwirkung   von   elektrischen   Strömen   in Wechselwirkung treten. Dieses    Modell    wurde    von    einem    langjährigen    Schüler    und    Mitarbeiter    von    Alfvén    im    Jahr    1986 ausgearbeitet,     dem     führenden     Plasmawissenschaftler     Anthony     Peratt.     Der     Experte     für     Hochenergie- Plasmainstabilitäten   und   Autor   des   Plasma-Universums,   Peratt   [7]   verwendete   einen   Super-Computer,   um   die Simulation   des   Verhaltens   einer   Ladungswolke   (eine   Partikel-in-Zelle-Simulation)   in   der   Art   darzustellen,   in   der elektrische   Ströme   im   Plasma   die   bekannte   Form   der   Spiralarme   und   andere   galaktische   Strukturen   erzeugen werden. Basierend   auf   sorgfältiger   Laborarbeit   über   Jahrzehnte   entwickelte   Alfvén   ein   Modell   der   galaktischen Stromkreise,   bei   denen   elektrische   Ströme      entlang   der   Arme   von   Galaxien   nach   innen   fließen   und   dabei   ein umlaufendes   Magnetfeld   erzeugen.   Bei   Erreichen   des   galaktischen   Zentrums   wird   die   elektrische   Ladung,   die diese   Ströme   antreibt   in   einem   kompakten   elektromagnetischen   Plasmoid   -   einem   rotierenden   Torus   oder   einer donut-förmigen    Struktur    episodisch    seine    gespeicherte    Energie    als    Jets    entlang    der    Galaxie-Drehachse freigeben.   Alfvén   kam   zu   dem   Schluss,   dass   dies   ist,   als   ob   ein   "aktiver   Galaxienkern"   (AGN)   geboren   wird.   Von diesem   Gesichtspunkt   aus   ist   das   elektrische   Verhalten   des   galaktischen   Plasmoids,   wenn   auch   oft   durch   Staub versteckt,   die   Bestätigung   für   ein   immenses   elektrisches   Potential. Außerdem   könnten   in   diesem   radikalen   Bruch mit   der   früheren   Theorie   die   neugeborenen   Galaxien   in   der   Tat   durch   elektrisches   Licht   erleuchtet   werden   -   die Sterne spannen zusammen galaktische Fäden als Zeugen interstellarer Stromleitungen oder Ströme.

4. Warum scheint die Sonne?

Könnte das Plasma-Universum auch eine Tür zu einem genaueren Bild der Sonne öffnen ? Bis    zur    Mitte    des    20.    Jahrhunderts    hatten    die    Astronomen    voll    und    ganz    auf    eine    Idee    von    einem Kernfusionsofen   im   Inneren   der   Sonne   gesetzt.   Vor   dem   Aufkommen   des   Fusionsmodells   hatte   eine   "konsente" Theorie   hundert   Jahre   überlebt.   Zu   Beginn   des   19.   Jahrhunderts   argumentierte   Sir   William   Herschel,   dass   die Wärme   und   das   Licht   der   Sonne   durch   einen   Gravitationskollaps   einer   ursprünglichen   Nebelwolke   herrührte. Lehrbücher   beschrieben   diese   Theorie   als   die   Krönung.   " Als   wissenschaftliche   Konzeption   ist   es   vielleicht   das größte,    was    jemals    der    menschliche    Geist    hervorgebracht    hat ",    schrieb    Edward    Holden    1881    [8].    Ein    paar Jahrzehnte   später   verlor   die   Theorie   ihre   Glaubwürdigkeit,   als   Astronomen   klar   wurde,   sie   könnte   nicht   für   das aufstrebende Milliarden-Jahre-Szenario der Erdentwickelung reichen. Im   Jahre   1920   kündigte   der   Mathematiker Arthur    Eddington    die    Gründung    eines    neuen Modells   auf   der   Grundlage   einer   hypothetischen Freisetzung   der   Kernenergie   im   Sonnenkern   an. Später,    im    Jahre    1938,    bot    der    Astrophysiker Hans      Bethe      eine      strenge      mathematische Formulierung       des       vorstellbaren       Fusions- prozesses,   für   die   er   den   Nobelpreis   29   Jahre später   gewann   [9].   Ein   neuer   Konsens   entstand, eine   Überzeugung,   dass   nur   ein   Fusionsreaktor im   Kern   der   Sonne   leistungsstarke   Emissionen von    Wärme    und    Sonnenlicht    erklären    könnte. Und    jetzt    liest    jeder    Schüler    in    den    Natur- wissenschaften   über   die   Hypothese,   als   sei   sie eine   Tatsache.   Hans   Bethe   "entdeckte,   wie   die Kernfusion    die    Sonne    und    andere    Sterne    mit Energie versorgt." [10] Aber    jetzt    ist    eine    radikal    neue    Sicht möglich.    Könnte    das    Sonnenlicht    und    seine gesamte       Palette       der       elektromagnetischen Aktivität   teilweise   oder   vollständig   aufgrund   des Fließens   von   elektrischen   Strömen   in   und   durch die   Heliosphäre   sein?   Die   "Elektrische-Sonnen- Hypothese”    wendet    sich    gegen    die    Annahme eines     solaren     Atomofens     und     ihre     Wurzeln reichen   so   tief   in   die   Geistesgeschichte   wie   die   des   Kernmodells.   Dennoch   findet   man   sie   in   keinem   Standard- Astronomie-Text erwähnt.

5. Die Elektrische Sonne: Eine kurze Geschichte

Aus   historischer   Perspektive   ist   es   wichtig,   die   elektrische   Sonne   als   eine   logische   Erweiterung   des "Plasma-Universum"   zu   sehen,   dass   von   Alfvén,   seinen   Schülern   und   Kollegen,   wie   Anthony   Peratt   formuliert wurde. Die Arbeit von anderen soll auch in das vorliegende Konzept einfließen. Im   Jahr   1941   begann   Dr.   Charles   E.R   Bruce   von   der   Elektrotechnik-Forschungsvereinigung   in   England   die Entwicklung   einer   neuen   Perspektive   auf   die   Sonne.   Bruce   Einsichten   begannen,   als   seine   Aufmerksamkeit   auf eine   Sonnenprotuberanz   gelenkt   wurde,   die   sich   mit   einer   Geschwindigkeit   von   einer   Million   Meilen   in   einer Stunde   ausbreitete   —   etwa   der   Ausbreitungsgeschwindigkeit   eines   Blitzes.   Es   war   diese   Beobachtung,   die   den Weg   zu   seinem   Lebenswerk   eröffnete   [11],   die   zu   dem   Schluss   führte,   dass   das Auftreten   von   Sonneneruptionen, ihre    Temperatur    und    ihre    Spektren    zu    einer    perfekten    Übereinstimmung    mit    Blitzen    führte.    Die    sichtbare Oberfläche oder Photosphäre der Sonne scheint durch elektrische Entladung animiert zu werden. [12] In    den    1960er    Jahren    inspirierte    Bruce    Werk    einen    US-Ingenieur,    Ralph    Juergens,    eine    unabhängige Untersuchung   der   Sonne   zu   unternehmen.   Im   folgenden   Jahrzehnt   veröffentlichte   Juergens   eine   Serie   von Artikeln,   die   dafür   stritten,   dass   das   thermonukleare   Modell   "   fast   allen   beobachteten   Aspekten   der   Sonne widerspricht."   Seine   Antwort   auf   diese   Widersprüche   war   darauf   hin,   dass   die   Sonne   im   Mittelpunkt   einer   von der   Galaxie   betriebenen   "Glimm-   Entladung"   ist.[13]   Damit   war   Juergens   effektiv   der   erste,   der   argumentierte, dass die Sonne tatsächlich von Elektrizität anstatt der Kernfusion betrieben wird. Juergens   Arbeit   hatte   eine   tiefgreifende   Wirkung   auf   diejenigen,   die   das   am   ehesten   in   Betracht   gezogen haben.   Einer   war   der   verstorbene   Earl   Milton,   Professor   für   Physik   an   der   Universität   Lethbridge   in   Kanada,   der mehrere   Jahre   der   Erforschung   eines   elektrischen   Modells   der   Sonne   gewidmet   hatte.   Etwa   zur   gleichen   Zeit fand   auch   der   australische   Physiker   Wallace   Thornhill   Inspiration   in   Jürgens   'Hypothese,   indem   er   den   Begriff des   "Electric   Universe"   in   der   Mitte   der   neunziger   Jahre   prägte.   Thornhill   hat   seit   dem   einen   Großteil   seines Lebens    der    Erforschung    dieses    neuen    Paradigmas    und    damit    dem    zentralen    Ziel    einer    elektrischen    Sonne gewidmet   [14].   Die   Arbeit   von   Thornhill   und   seinen   Kollegen   führte   zu   einer   breiten   interdisziplinären   Synthese von    Forschern    aus    der    ganzen    Welt.    Ein    solcher    Forscher    wurde    Donald    Scott,    emeritierter    Professor    für Elektrotechnik   und   Autor   des   kürzlich   erschienenen   Buches,   The   Electric   Sky “   [15]   Ein   zentrales   Thema   des Buches ist die Hypothese von der elektrischen Sonne.

6. Die Glimmentladung (Geisslerröhre)

Ist   es   möglich,   dass   ungelöste   Rätsel   der   Sternentstehung   eine   einheitliche   hausgemachte   Erklärung   in der     Hypothese     einer     elektrischen     Sonne     finden?     Das     Konzept     würde     das     Plasma-Universum     um     die beobachteten   Eigenschaften   der   einzelnen   Sterne   erweitern.   Aus   dieser   Perspektive   fließen   elektrische   Ströme entlang    galaktischen    Arme,    die    in    die    Brennpunkte    der    Sternentstehung    (die    z-Pinch-Effekt)    eingeschnürt werden.   Sterne   können   dann   in   einer   elektrischen   Verbindung   mit   den   gespeicherten   Energien   der   Plasma- Ozeane gesehen werden, durch die Galaxien und Galaxienhaufen sich bewegen. Die   elektrische   Hypothese   sieht   die Sonne   in   einem   Medium   aus   einem   Plasma extrem    niedriger    Dichte    eingetaucht.    Die Glimmentladung     ist     ähnlich     derjenigen einer   Geisslerröhre.   Nur   sehr   nahe   an   der Sonne   reicht   die   Konzentration   der   Atome aus,    um    sie    anzuregen,    um    sichtbares Licht   zu   emittieren.   Wir   sehen   das   Licht als    Photosphäre    und    Korona,    aber    die "Atmosphäre"    der    Sonne    erstreckt    sich nach   außen   als   das   Plasma-Medium,   durch das    sich    die    Planeten    bewegen,    die    alle von   Strömen   der   Heliosphäre   beeinflusst werden,    der    unsichtbaren    Bewegung    der Ladungen.     Zusammen     mit     der     Sonne selbst   ist   die   elektrische   Aktivität   in   der Heliosphäre   und   darüber   hinaus   ein   Labor im   All   zur   Auswertung   der   Hypothese   von der elektrischen Sonne. Da     die     Hypothese     besagt,     dass elektrische     Ströme     in     der     Heliosphäre fließen,      muss      die      Untersuchung      alle Belege     prüfen,     die     diese     Möglichkeit enthalten,   sowohl   aus   dem   Verhalten   der   sichtbare   Sonnen-Oberfläche   und   der   Korona   zu   den   Polarlichtern   der Erde;   als   auch   von   der   Welt   von   Jupiter   und   Saturn   aus   bis   zu   der   Grenze   der   Heliosphäre,   der   angenommenen Grenze   des   Einflusses   der   Sonne.   Das   muss   auch   auf   die   galaktischen   Nachbarschaft   ausgedehnt   werden,   wo Ströme   entlang   galaktischen   Arme   fließen.   Und   es   muss   auch   nach   außerhalb   der   Milchstraße   reichen,   zu   der unergründlichen Kraft, die im intergalaktischen Raum offensichtlich ist. Nahezu   alle   der   hier   diskutierten   Überlegungen   kamen   erst,   nachdem   das   Fusionsmodell   der   Sonne   als   ein Konsens   der   wissenschaftlichen   Gemeinschaft   entstanden   war.   Wie   bereits   erwähnt,   als   die   Astronomen   das grundlegendste   Problem   —   die   Quelle   der   Sonnen-Wärme   und   des   Lichts   —   vollständig   lösen   wollten,   als   wir Satelliten   und   Sonden   für   den   Weltraum   ins   Leben   riefen.    Gewiss,   niemand   glaubte,   dass   eine   rückwirkende Bewertung   des   Fusionsmodells   notwendig   wäre.   Und   niemand   schien   zu   zucken,   als   das   eine   und   einzige quantitative Argument   für   die   nukleare   Hypothese   der   Sonne   fehlschlug,   dass   die   Neutrino-Zahl   bei   einem   Drittel bis zur Hälfte der theoretisch benötigten Anzahl lag.

7. Die Rolle der empirischen Belege

Wenn   Theoretiker   eine   grundlegend   neue   wissenschaftliche   Perspektive   vorschlagen,   wird   gefordert,   dass sie   als   ein   nützlicher Ausgangspunkt   betrachtet   wird.   Ein   nützliches   Modell   soll   vorgeschlagene   Zusammenhänge zwischen   Ursachen   und   Wirkungen   genau   erklären.   Ursachen   werden   vermutet,   und   die   behauptete   Wirkung   wird benannt.   Ein   neues   Modell   kann   dann   verallgemeinert   werden,   um   zu   sehen,   wie   gut   ihre   zugrunde   liegenden Annahmen   mit   detaillierten   Beobachtungen   und   einer   breiteren   Palette   von   Messungen   korrelieren,   die   in   der Frage enthalten sind. Mit     zunehmender     Spezialisierung     in     den     Wissenschaften     sind     die     meisten     kostspieligen     Fehler typischerweise   ein   Versäumnis,   das   ursprüngliche   Argument   zu   verallgemeinern,   um   seine   Vorhersagekraft   in einem    ausreichend    breiten    Sichtfeld    zu    prüfen.    Ordnungsgemäß    durchgeführt    wird    diese    wichtige    Phase    ein Schlaglicht   auf   Schwächen   oder   gar   Ausfälle   einer   Theorie   werfen,   wenn   sie   denn   vorhanden   sind.   Dies   ist   der Zeitpunkt,   wo   wir   nach   Widersprüchen   suchen,   den   Dinge,   die   nicht   zu   den   zugrunde   liegenden Annahmen   passen. "Nachweislich   falsch,   weil   inkorrekt"   ist   der   ideale   Fall,   wenn   eine   Theorie   bewertet   wird.   In   der   Tat   werden   die nützlichsten   Modelle   schließlich   falsifizierbar   sein,   und   die   Frage   nach   der   Beziehung   zwischen   Theorie   und Beobachtung kann explizit gegen die vollständige Palette von kritischen Daten getestet werden. Es   kann   keine   rationale   Begründung   zum   Kurzschließen   dieses   grundlegende   Phase   geben.   Im   vorliegenden Fall,     in     dem     eine    Theorie     beeinflusst,     wie     wir     unsere     himmlische     Umwelt     als     Ganzes     sehen,     ist     die Verallgemeinerung   eines   qualitativen Arguments   unerlässlich,   da   es    verlangt,   dass   das   Sichtfeld   genauso   breit   ist, wie   die   logische   Folge   der   Theorie.   Ein   engeres   Sichtfeld   wird   praktisch   garantieren,   dass   mindestens   einige verfälschen Beobachtungen, wenn sie vorhanden sind, ignoriert werden. Im    Jahr    1950    beruhte    der    in    der    Sonne    vermutete    "Atomofen"    ausschließlich    auf    mathematischen Grundlagen.    Praktisch    waren    noch    keine    Beweis-Tests    des    vermuteten    Atomofens    in    der    Hand.    Und    der wissenschaftliche    Mainstream    wusste    nichts    von    dem    Plasma-Universum    und    der    tiefgreifenden    Rolle    der elektrischen Ströme im Raum. Heute,    nach    Jahrzehnten    der    Erforschung    der    Sonne    ist    von    Übereinstimmung    zwischen    Fakten    und Theorie,   wie   Theoretiker   erhofft   hatten,   keine   Rede.   Um   zu   sehen,   dass   dies   so   ist,   muss   man   nur   den   Strom   von Überraschungen,   der   bei   der   Erkundung   der   Sonne   entstanden   ist,   bewerten   —   ein   kollektives Ausrufezeichen   für die     Lücke     zwischen    Theorie     und     Beobachtung.     Nichts     passt     zu     den     ursprünglichen     Erwartungen.     Das ursprüngliche   Modell   hat   nichts   vorhergesehen   und   war   nie   in   der   Lage,   die   spektakuläre   Beschleunigung   von geladenen   Teilchen   von   der   Sonne   zu   erklären.   Niemand   stellte   sich   die   "unmögliche"   Erhöhung   der   Temperatur mit    zunehmender    Höhe    über    der    Sonnenoberfläche    vor,    die    ihren    Höhepunkt    bei    2    Millionen    Kelvin    an    der Sonnenkorona erreicht. Zu   Beginn   des   Weltraumzeitalters   wäre   uns   ein   elektrifizierter   Plasma-Torus   um   die   Sonne   herum   ziemlich lächerlich    vorgekommen.    Polare    Jets    hatte    die    Phantasie    der    Solartheoretiker    nie    angeregt.    Sonnenflecken- Halbschatten   sollten   Konvektionsströme   sein,   nicht   elektrische   Strom-Seile,   die   durch   magnetische   Felder   geführt werden.   Und   die   etablierte   Lehrmeinung,   beispielhaft   für   die   Arbeit   des   Mathematikers   Sydney   Chapman   hatte kategorisch   die   Möglichkeit   ausgeschlossen,   dass   die   Polarlichter   durch   elektrische   Ströme   von   der   Sonne   beim Durchdringen der oberen Atmosphäre der Erde verursacht werden. Die   Geschichte   wurde   noch   nicht   bekannt   gegeben,   dass   mehr   als   50   Jahre   Forschung   im   Weltraumzeitalter nur Anti-Korrelationen zu der angeblich etablierten Wissenschaft von der Sonne produziert hat. [   1   ]   Carl-Gunne   Fälthammar,   “Plasma   Physics   from   Laboratory   to   Cosmos—The   Life   and   Achievements   of Hannes   Alfvén,”   IEEE   Trans.   Plasma   Sci.,   June   1997.   Eric   Lerner,   The   Big   Bang   Never   Happened   (New   York, 1991). “Pioneers in the Development of the Plasma Universe”:  http://plasmauniverse.info/people/history.html [   2   ]   Hannes Alfvén,   N.   Herlofson,” Cosmic   Radiation   and   Radio   Stars ,”   Physical   Review   (1950),   vol.   78,   #   5,   p. 616. [   3   ]   Wallace   Thornhill   and   David   Talbott,   The   Electric   Universe   (Mikamar   Publishing,   Portland,   Oregon, 2007), pp. 55ff. [   4   ]   Eugene   Newman   Parker   Conversations   on   Electric   and   Magnetic   Fields   in   the   Cosmos   (Prineceton, 2007), p.1. [   5   ]   W. T.   Sullivan,   ed., The   Early Years   of   Radio Astronomy:   Reflections   Fifty Years After   Jansky’s   Discovery (Cambridge University Press, 2005). [ 6 ] http://www.plasma-universe.com/index.php/Galaxy_formation#_note-Peratt1986. [ 7 ] Anthony Peratt, Physics of the Plasma Universe (Springer-Verlag, 1992). [ 8 ] Eward S. Holden, Sir William Herschel: His Life and Works (New York, 1881), p. 212. [   9   ]   Hans   Albrecht   Bethe,   Selected   works   of   Hans   A.   Bethe:   with   commentary(World   Scientific   Publishing, Singapore, 1997), pp. 355ff. [ 10 ] Kyle Kirkland, Physical Sciences: Notable Research and Discoveries (New York, 2010), p. 1. [   11   ]   “Successful   Predictions   of   the   Electrical   Discharge   Theory   of   Cosmic   Atmospheric   Phenomena   and Universal Evolution,” Electrical Research Association Report 5275.   http://www.catastrophism.com/texts/bruce/era.htm [ 12 ] http://www.catastrophism.com/texts/bruce/ [   13   ]   Ralph   Juergens,   “Reconciling   Celestial   Mechanics   and   Velikovskian   Catastrophism,”   Pensée,   Fall,   1 972. [ 14 ] Thornhill and Talbott, op.cit., pp. 53ff. [ 15 ] Donald E. Scott, The Electric Sky (Mikamar Publishing, Portland, 2006). Übersetzung: M.Hüfner

Teile 2 - Unsere seltsam veränderliche Sonne 

Teil 2 - Unsere seltsam veränderliche Sonne

Abbildung: 1

 

Unter   

den   

zahllosen   

Überraschungen   

aus   

dem

Weltraum  

in  

den  

letzten  

Jahrzehnten  

ist  

dieser

axiale  

Strahl  

der  

Galaxie  

M87,  

eingefangen  

von

dem  

Hubble  

Weltraumteleskop  

im  

Jahre  

1994.

Der    

kohärente    

Strahl    

über    

Tausende    

von

Lichtjahren     

verblüfft     

zusammen     

mit     

der

intensiven    

Synchrotronstrahlung    

der    

Galaxie

weiterhin  

die  

Astronomen.  

Aber  

der  

Theoretiker

für      

Elektrotechnik      

Hannes      

Alfvén      

hatte

galaktischen  

Synchrotronstrahlung  

bereits  

1950

vorhergesagt.

Abbildung 2. Supercomputer-Simulation der Bildung einer Spiralgalaxie von

Anthony Peratt, basierend auf der Wechselwirkung geladener Teilchen. [6]

Abbildung 3. Die Galaxie 3C31, siehe rechts, erscheint als eine bloßer Fleck inner-

halb der energetischen Funksignale, die ihn (links) umgeben. Quelle NRAO / AUI

2006. T

Abbildung 4. Ist diese Eruption der Sonne ausschließlich

auf eine Stromquelle im Kern der Sonne zurück zu

führen? Oder reagiert die Sonne auf eine weitaus größere

elektrische Umgebung? Quelle: SOHO (ESA & NASA).

Abbildung  

5.  

Geisslerröhre.  

Da  

der  

Druck  

innerhalb  

des  

Glas-

rohrs  

reduziert  

wird,  

treten  

Änderungen  

in  

der  

Glimmentladung

auf.