Für Anfänger

gibt es eine Einführung in die Thematik des kosmischen  Plasmas unterstützt durch Youtube Movies

Der Leitfaden

der Elektro- dynamik ist die Voraussetzungen, um die Eigen- schaften des Plasmas, des Aggregatzustandes, in dem sich der Kosmos zu mehr als 99% befindet, zu verstehen..  

Missverständnisse

sind der Grund, warum viele Leute die Ideen des Elektrischen Universums ablehnen. Hier wird mit den Missverständnissen aufgeräumt.

Unter dem Menüpunkt

      Blogs/ Ideensammlung

werden archeologische Artefakte

und mythologische Überlieferungen

von  David Talbott in einer

Podcastserie gedeutet. Diese

Deutungen sind jedoch physikalisch

nicht haltbar.

SpaceNews

In    Kurzfilmen    mit    deutschen Untertiteln      werden      die      neuesten Erkenntnisse      über      den      Kosmos dargestellt.

Neu: siehe SpaceNews 2019

unterstützt von  Mugglebibliothek.
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Willkommen bei einer

Stimme für das

Elektrische Universum

l etzte Änderung: 08.05.2019

9. Plasma-Instabilitäten

11. Strahlung

10. ROTATIONSEFFEKTE

10.1 ROTATION UND FARADAY-MOTOREN

Einer   der   Gründe   für   die Annahme   großer   Mengen   von   kryogener   (oder   kalter)   dunkler   Materie   (CDM,   engl.   Cold Dark   Matter)   im   Gravitationsmodell   besteht   darin,   die   beobachtete   Rotation   der   Galaxien   zu   erklären.   Astronomen haben   herausgefunden,   dass   die   einzelnen   Sterne   in   Galaxien   das   Zentrum   der   Galaxie   nicht   in   Übereinstimmung   mit Keplers   Gesetzen   umrunden.   Genauer   gesagt,   haben   die   Sterne   außerhalb   der   zentralen   Aufwölbung   der   Galaxie ungefähr   die   gleiche   Winkelgeschwindigkeit,   rotieren   also   mehr   wie   eine   starr   verbundene   Scheibe,   obwohl   laut Keplers Gesetzen sich die Geschwindigkeit verringern sollte, wenn die Entfernung vom Zentrum ansteigt. Ein   Diagramm   von   Winkelgeschwindigkeiten   der   Sterne   (ansteigend   auf   der   y-Achse),   aufgetragen   gegen   die Radialentfernung   vom   Zentrum   auf   der   x-Achse,   von   links   nach   rechts,   steigt   zuerst,   flacht   sich   dann   jenseits   der “Aufwölbung”    ab    und    die    Sterne    zeigen    alle    mehr    oder    weniger    die    gleiche    Rotationsrate    ungeachtet    ihrer Geschwindigkeit.
Das     Hinzufügen     einer     großen     Menge     dunkler     Materie     in     einem     Halo     um     jede     Galaxie     könnte     die Gravitationskraft   so   modifizieren,   dass   sie   ausreicht   um   die   Sterne   sich   auf   die   Weise   verhalten   zu   lassen,   die   sie zeigen.   Das   ist   heute   in   der Astrophysik   als Teil   des   Standardmodells   akzeptiert.   Dunkle   Materie   selber   wurde   niemals direkt   beobachtet   oder   mit   ihr   in   Labors   hantiert.   Sie   ist   dunkel ,   ihrer   Definition   zufolge   und   interagiert   per   Definition nur  durch die Gravitationskraft mit der “normalen”, beobachtbaren Materie. Michael   Faraday   entdeckte   (ca.   1831-1832,   nach   The   Electric   Life   of   Michael   Faraday   von Alan   Hirshfeld,   Walker &   Co.,   2006),   dass   eine   Metallscheibe,   die   in   einem   an   der Achse   der   Scheibe   ausgerichtetem   Magnetfeld   rotiert,   einen elektrischen   Strom   erzeugt,   der   radial   in   der   Scheibe   fließt.   So   erfand   er   den   ersten   Dynamo,   bekannt   geworden   als unipolarer   Induktor   oder   Faraday-Generator.   Es   wurde   schließlich   nachgewiesen,   dass   der   Effekt   das   Ergebnis   der Lorentzkraft ist, die auf die Elektronen in der Scheibe wirkt, wenn sie sich durch das Magnetfeld bewegen.
Einem   Faraday-Motor   ähnliche   Strukturen   wurden   auch   in   Nebeln   beobachtet.   Eines   der   offensichtlichsten Beispiele   ist   der   Krebsnebel,   dessen   Röntgenbild   von   Chandra   sehr   klar   alle   nötigen   Elemente   eines   Induktors   oder des Aufbaus eines solchen Motors zeigt.

9. Plasma-Instabilitäten

11. Strahlung

Übersetzung H. Täger

Rotationskurve der Galaxie

M33,

mit freundlicher

Genehmigung der U. von

Sheffield (UK), Particle

Physics and Astrophysics

Group

Beispiel einer Faradayschen Scheibe, Problemausarbeitung, aus Electromagnetics, 2nd Ed., Schaum´s Outlines,

mit freundlicher Genehmigung McGraw-Hill

Wenn    der    Strom    von    einem    externen    Stromkreis    stammt,    dann    wird    die    Scheibe    durch    dieselbe    Kraft    zur Rotation   gebracht,   die   jetzt   auf   die   Elektronen   im   Strom   einwirkt.   Natürlich   erzeugt   die   Rotationsgeschwindigkeit   der Scheibe   auch   Kräfte,   die   dem   antreibenden   Strom   entgegenwirken   und   schließlich   zur   Balance   beider   führen.   Diese Anordnung ist als Faraday-Motor bekannt. Von    Galaxien    ist    aufgrund    präziser    Faraday-Rotationsmessungen    (RM)    der    Polarisation    des    von    ihnen ausgesendeten   Lichtes   bekannt,   dass   sie   Magnetfelder   besitzen,   die   mit   ihren   Rotationsachsen   ausgerichtet   sind   und sie haben auch leitfähiges Plasma um ihre Sterne herum. Angenommen,   dass   Ströme   entlang   der   Ebene   der   Galaxie   existieren,   ähnlich   der   äquatorialen   Stromschichten, die   wir   aus   unserem   Sonnensystem   kennen,   dann   scheinen   die   Bedingungen   denen   in   einem   unipolaren   Induktor   oder Faraday-Motor   ähnlich   zu   sein.   Natürlich   ist   die   Scheibe   in   diesem   Fall   nicht   starr.   Der   exakte   Modus   der   Rotation würde    abhängen    von    der    Balance    zwischen    dem    antreibenden    Radialstrom    und    dem    durch    Rotation    erzeugten entgegengesetzten   Strom,   so   wie   in   einem   Faraday-Motor.   Doch   es   ist   zumindest   möglich,   dass   es   diese   elektrischen Effekte sind, die die beobachtete anormale Rotation,verursachen und nicht gewaltige Mengen unsichtbarer Materie. In   diesem   Zusammenhang   ist   es   interessant,   die   kürzliche   Entdeckung   von   einem   Ring   von   Sternen   in   der Äquatorialebene   der   Milchstraße,   aber   außerhalb   unserer   Galaxie   zu   sehen,   die   durch   das   Sloan   Digital   Sky   Survey   entdeckt   wurde.   Die   Ähnlichkeit   mit   einem   ringförmigen   Strom   um   einen   Pinch   in   einem   großen   Birkelandstrom   entlang der   Achse   der   Milchstraße   legt   nahe,   dass   einmal   mehr   elektrische   Kräfte   in   galaktischer   Größenordnung   für   die Formationen verantwortlich sein könnten, die wir sehen.

Der unerwartete Ring der

Sterne um die Milchstraße,

 entdeckt (und mit

freundlicher Genehmigung)

von Sloan Digital Sky Survey

Mit freundlicher Genehmigung

vom Chandra X-ray telescope,

einem der großen

Observatorien der NASA

10.2 SPIRALGALAXIEN UND BIRKELAND-STRÖME

Anthony     Peratt,     der     bereits     oben     erwähnt     wurde,     hat     auch     eine     Reihe     von    Teilchen-in-einer-Zellen- Computersimulationen    [auch    als    PIC-Simulation    bezeichnet]    wechselwirkender    Birkelandströme    ausgeführt.    Er entdeckte,   dass   die   Schärfe   und   Rotationseigenschaften   der   Spiralgalaxien,   einschließlich   der   Balkenspiralen,   welche eine   sehr   häufige   Form   im   Weltraum   sind,   sich   natürlich   aus   dem   Zusammenspiel   der   elektromagnetischen   Kräfte   in großen Birkelandströmen ergeben. Dieses    Ergebnis    kann    helfen,    die    Herkunft    der    Rotationsenergien    in    Galaxien    zu    erklären,    was    die    auf Gravitation gründenden Theorien kaum zu tun vermögen.

Rotation ist eine den anziehenden Kräften zweier paralleler Ströme innewohnende Eigenschaft, wie in dieser durch

Anthony Perratt vorgenommenen schrittweisen Supercomputersimulation von Plasma-Filamenten gezeigt wird.

Figur 3.19 in Kapitel 3 des Lehrbuches Physics of the Plasma Universe, Springer-Verlag

Kompositbild der aktiven Galaxie

Centaurus A (NGC 5128) im Sub-

Millimeter-Bereich

(Radioschwaden, orange), im

sichtbaren Bereich (weiß) und

Röntgenstrahlenbereich (blau).

Der Durchmesser der Galaxie

beträgt ungefähr 200.000

Lichtjahre, die geschätzte

Entfernung 10 Millionen Lichtjahre.

Quelle: Röntgenstrahlen:

NASA/CXC/Cfa/R. Kraft u.a.: Sub-

Millimeter:

MOIfR/ESO/APEXIA/A.Weiss u.a.

Optisch: ESO/WFI.