Für Anfänger

gibt es eine Einführung in die Thematik des kosmischen  Plasmas unterstützt durch Youtube Movies

Der Leitfaden

der Elektro- dynamik ist die Voraussetzungen, um die Eigen- schaften des Plasmas, des Aggregatzustandes, in dem sich der Kosmos zu mehr als 99% befindet, zu verstehen..  

Missverständnisse

sind der Grund, warum viele Leute die Ideen des Elektrischen Universums ablehnen. Hier wird mit den Missverständnissen aufgeräumt.

Unter dem Menüpunkt

      Blogs/ Ideensammlung

werden archeologische Artefakte

und mythologische Überlieferungen

von  David Talbott in einer

Podcastserie gedeutet. Diese

Deutungen sind jedoch physikalisch

nicht haltbar.

SpaceNews

In    Kurzfilmen    mit    deutschen Untertiteln      werden      die      neuesten Erkenntnisse      über      den      Kosmos dargestellt.

Neu: siehe SpaceNews 2016

unterstützt von  Mugglebibliothek.
© Dr. M. Hüfner 2015
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Willkommen bei einer

Stimme für das

Elektrische Universum

l etzte Änderung: 01.11.2017

9. Plasma-Instabilitäten

11. Strahlung

10. ROTATIONSEFFEKTE

10.1 ROTATION UND FARADAY-MOTOREN

Einer   der   Gründe   für   die   Annahme   großer   Mengen   von   kryogener   (oder   kalter)   dunkler   Materie   (CDM,   engl. Cold    Dark    Matter)    im    Gravitationsmodell    besteht    darin,    die    beobachtete    Rotation    der    Galaxien    zu    erklären. Astronomen   haben   herausgefunden,   dass   die   einzelnen   Sterne   in   Galaxien   das   Zentrum   der   Galaxie   nicht   in Übereinstimmung   mit   Keplers   Gesetzen   umrunden.   Genauer   gesagt,   haben   die   Sterne   außerhalb   der   zentralen Aufwölbung   der   Galaxie   ungefähr   die   gleiche   Winkelgeschwindigkeit,   rotieren   also   mehr   wie   eine   starr   verbundene Scheibe,   obwohl   laut   Keplers   Gesetzen   sich   die   Geschwindigkeit   verringern   sollte,   wenn   die   Entfernung   vom Zentrum ansteigt. Ein   Diagramm   von   Winkelgeschwindigkeiten   der   Sterne   (ansteigend   auf   der   y-Achse),   aufgetragen   gegen   die Radialentfernung   vom   Zentrum   auf   der   x-Achse,   von   links   nach   rechts,   steigt   zuerst,   flacht   sich   dann   jenseits   der “Aufwölbung”    ab    und    die    Sterne    zeigen    alle    mehr    oder    weniger    die    gleiche    Rotationsrate    ungeachtet    ihrer Geschwindigkeit.
Das    Hinzufügen    einer    großen    Menge    dunkler    Materie    in    einem    Halo    um    jede    Galaxie    könnte    die Gravitationskraft   so   modifizieren,   dass   sie   ausreicht   um   die   Sterne   sich   auf   die   Weise   verhalten   zu   lassen,   die   sie zeigen.   Das   ist   heute   in   der   Astrophysik   als   Teil   des   Standardmodells   akzeptiert.   Dunkle   Materie   selber   wurde niemals   direkt   beobachtet   oder   mit   ihr   in   Labors   hantiert.   Sie   ist   dunkel ,   ihrer   Definition   zufolge   und   interagiert per Definition nur  durch die Gravitationskraft mit der “normalen”, beobachtbaren Materie. Michael   Faraday   entdeckte   (ca.   1831-1832,   nach   The   Electric   Life   of   Michael   Faraday   von   Alan   Hirshfeld, Walker   &   Co.,   2006),   dass   eine   Metallscheibe,   die   in   einem   an   der   Achse   der   Scheibe   ausgerichtetem   Magnetfeld rotiert,   einen   elektrischen   Strom   erzeugt,   der   radial   in   der   Scheibe   fließt.   So   erfand   er   den   ersten   Dynamo, bekannt   geworden   als   unipolarer   Induktor   oder   Faraday-Generator.   Es   wurde   schließlich   nachgewiesen,   dass   der Effekt   das   Ergebnis   der   Lorentzkraft   ist,   die   auf   die   Elektronen   in   der   Scheibe   wirkt,   wenn   sie   sich   durch   das Magnetfeld bewegen.
Einem   Faraday-Motor   ähnliche   Strukturen   wurden   auch   in   Nebeln   beobachtet.   Eines   der   offensichtlichsten Beispiele   ist   der   Krebsnebel,   dessen   Röntgenbild   von   Chandra   sehr   klar   alle   nötigen   Elemente   eines   Induktors oder des Aufbaus eines solchen Motors zeigt.

9. Plasma-Instabilitäten

11. Strahlung

Übersetzung H. Täger

Rotationskurve der Galaxie

M33,

mit freundlicher

Genehmigung der U. von

Sheffield (UK), Particle

Physics and Astrophysics

Group

Beispiel einer Faradayschen Scheibe, Problemausarbeitung, aus Electromagnetics, 2nd Ed., Schaum´s Outlines,

mit freundlicher Genehmigung McGraw-Hill

Wenn   der   Strom   von   einem   externen   Stromkreis   stammt,   dann   wird   die   Scheibe   durch   dieselbe   Kraft   zur Rotation   gebracht,   die   jetzt   auf   die   Elektronen   im   Strom   einwirkt.   Natürlich   erzeugt   die   Rotationsgeschwindigkeit der   Scheibe   auch   Kräfte,   die   dem   antreibenden   Strom   entgegenwirken   und   schließlich   zur   Balance   beider   führen. Diese Anordnung ist als Faraday-Motor bekannt. Von    Galaxien    ist    aufgrund    präziser    Faraday-Rotationsmessungen    (RM)    der    Polarisation    des    von    ihnen ausgesendeten   Lichtes   bekannt,   dass   sie   Magnetfelder   besitzen,   die   mit   ihren   Rotationsachsen   ausgerichtet   sind und sie haben auch leitfähiges Plasma um ihre Sterne herum. Angenommen,     dass     Ströme     entlang     der     Ebene     der     Galaxie     existieren,     ähnlich     der     äquatorialen Stromschichten,   die   wir   aus   unserem   Sonnensystem   kennen,   dann   scheinen   die   Bedingungen   denen   in   einem unipolaren   Induktor   oder   Faraday-Motor   ähnlich   zu   sein.   Natürlich   ist   die   Scheibe   in   diesem   Fall   nicht   starr.   Der exakte   Modus   der   Rotation   würde   abhängen   von   der   Balance   zwischen   dem   antreibenden   Radialstrom   und   dem durch    Rotation    erzeugten    entgegengesetzten    Strom,    so    wie    in    einem    Faraday-Motor.    Doch    es    ist    zumindest möglich,   dass   es   diese   elektrischen   Effekte   sind,   die   die   beobachtete   anormale   Rotation,verursachen   und   nicht gewaltige Mengen unsichtbarer Materie. In   diesem   Zusammenhang   ist   es   interessant,   die   kürzliche   Entdeckung   von   einem   Ring   von   Sternen   in   der Äquatorialebene   der   Milchstraße,   aber   außerhalb   unserer   Galaxie   zu   sehen,   die   durch   das   Sloan   Digital   Sky   Survey   entdeckt   wurde.   Die   Ähnlichkeit   mit   einem   ringförmigen   Strom   um   einen   Pinch   in   einem   großen   Birkelandstrom entlang   der   Achse   der   Milchstraße   legt   nahe,   dass   einmal   mehr   elektrische   Kräfte   in   galaktischer   Größenordnung für die Formationen verantwortlich sein könnten, die wir sehen.

Der unerwartete Ring der

Sterne um die Milchstraße,

 entdeckt (und mit

freundlicher Genehmigung)

von Sloan Digital Sky Survey

Mit freundlicher Genehmigung

vom Chandra X-ray telescope,

einem der großen

Observatorien der NASA

10.2 SPIRALGALAXIEN UND BIRKELAND-STRÖME

Anthony    Peratt,    der    bereits    oben    erwähnt    wurde,    hat    auch    eine    Reihe    von    Teilchen-in-einer-Zellen- Computersimulationen   [auch   als   PIC-Simulation   bezeichnet]   wechselwirkender   Birkelandströme   ausgeführt.   Er entdeckte,   dass   die   Schärfe   und   Rotationseigenschaften   der   Spiralgalaxien,   einschließlich   der   Balkenspiralen, welche   eine   sehr   häufige   Form   im   Weltraum   sind,   sich   natürlich   aus   dem   Zusammenspiel   der   elektromagnetischen Kräfte in großen Birkelandströmen ergeben. Dieses   Ergebnis   kann   helfen,   die   Herkunft   der   Rotationsenergien   in   Galaxien   zu   erklären,   was   die   auf Gravitation gründenden Theorien kaum zu tun vermögen.

Rotation ist eine den anziehenden Kräften zweier paralleler Ströme innewohnende Eigenschaft, wie in dieser durch

Anthony Perratt vorgenommenen schrittweisen Supercomputersimulation von Plasma-Filamenten gezeigt wird.

Figur 3.19 in Kapitel 3 des Lehrbuches Physics of the Plasma Universe, Springer-Verlag

Kompositbild der aktiven Galaxie

Centaurus A (NGC 5128) im Sub-

Millimeter-Bereich

(Radioschwaden, orange), im

sichtbaren Bereich (weiß) und

Röntgenstrahlenbereich (blau).

Der Durchmesser der Galaxie

beträgt ungefähr 200.000

Lichtjahre, die geschätzte

Entfernung 10 Millionen Lichtjahre.

Quelle: Röntgenstrahlen:

NASA/CXC/Cfa/R. Kraft u.a.: Sub-

Millimeter:

MOIfR/ESO/APEXIA/A.Weiss u.a.

Optisch: ESO/WFI.