Für Anfänger

gibt es eine Einführung in die Thematik des kosmischen  Plasmas unterstützt durch Youtube Movies

Der Leitfaden

der Elektro- dynamik ist die Voraussetzungen, um die Eigen- schaften des Plasmas, des Aggregatzustandes, in dem sich der Kosmos zu mehr als 99% befindet, zu verstehen..  

Missverständnisse

sind der Grund, warum viele Leute die Ideen des Elektrischen Universums ablehnen. Hier wird mit den Missverständnissen aufgeräumt.

Unter dem Menüpunkt

      Blogs/ Ideensammlung

werden archeologische Artefakte

und mythologische Überlieferungen

von  David Talbott in einer

Podcastserie gedeutet. Diese

Deutungen sind jedoch physikalisch

nicht haltbar.

SpaceNews

In    Kurzfilmen    mit    deutschen Untertiteln      werden      die      neuesten Erkenntnisse      über      den      Kosmos dargestellt.

Neu: siehe SpaceNews 2016

unterstützt von  Mugglebibliothek.
© Dr. M. Hüfner 2015
Wer Interesse an der Unterstützung dieser Website hat, melde sich bitte bei     jasta72s@gmail.com

Willkommen bei einer

Stimme für das

Elektrische Universum

l etzte Änderung: 01.11.2017
1. ENTFERNUNGEN IM WELTRAUM 1.1 ENTFERNUNGEN ZU DEN STERNEN Wenn   wir   in   den   Nachthimmel   hinauf   schauen   und   all   die   Sterne   sehen,   von   denen   viele   Sonnen   sind,   die unserer   eigenen   ähneln,   dann   scheinen   sie   eng   beieinander   zu   liegen.   Aber   sie   sind   einander   nicht   wirklich nahe. Das Ausmaß des Raums zwischen ihnen ist riesig. Entfernung   ist   eine   wichtige   und   schwierige   Quantität,   die   in   der   Astronomie   zu   messen   ist.   Wir   müssen wissen,   wie   nah   wir   den   Sternen   und   Galaxien   sind,   weil   in   der Astronomie   sehr   viel   von   der   Genauigkeit   dieser Information   abhängt      ̶̶      die   ausgestrahlte   Gesamtenergie   (Leuchtkraft),   die   Massen   von   orbitalen   Bewegungen, die wahren Bewegunge n der Sterne durch den Raum und ihre wahren Größen.

Das neue Bild des Universums

2. Magnetische und Elektrische Felder

Sterne   sind   so   weit   entfernt,   dass   sie   selbst   in   Teleskopen   nur   winzige   Lichtpunkte   sind.   Ohne   Kenntnis über   ihre   Entfernung   können   wir   nicht   genau   wissen,   ob   wir   auf   einen   kleinen,   aber   sehr   hellen   Stern   oder   auf einen   größeren,   aber   weniger   hellen   Stern   sehen   oder   ob   dieser   Stern   oder   jener   Stern   uns   näher   ist.   Dies   trifft auch auf Galaxien, Quasare, Jets und andere entfernte Phänomene zu. Der   Abstand   zwischen   unseren   Augen   ermöglicht   uns   unsere   Tiefenwahrnehmung.   Jedes   Auge   muss   in einem   bestimmten   Winkel   auf   einen   Gegenstand   sehen,   um   es   zu   zentrieren.   Das   Gehirn   interpretiert   diese Winkel,   stellt   den   Fokus   des   Auges   ein,   gibt   uns   dadurch   ein   Gefühl   dafür,   wie   nahe   der   Gegenstand   ist   und erschafft    die    Tiefenwahrnehmung    der    Welt    um    uns    herum.    Diese    biologische    Winkelbestimmung    ist    die Grundlage einer Methode der Entfernungsbestimmung, die in der Astronomie Parallaxe genannt wird. Triangulation   oder   trigonometrische    Parallaxe    ist   ein   direkter   Weg,   die   von   zwei   verschiedenen   Positionen aus   gemessene   Winkeldifferenz   zu   verwenden,   um   die   Entfernung   zu   irgendeinem   Objekt   zu   ermitteln.   Durch Beobachtung   der   Position   eines   Sterns   im   Vergleich   zu   einem   Stern   im   Hintergrund   von   der   entgegengesetzten Seiten    unserer    Bahn    um    die    Sonne    aus    erhalten    wir    eine    Grundlinie.    Diese    ermöglicht    es    uns,    eine Winkeldifferenz   aus   den   6   Monate   auseinander   liegenden   Beobachtungen   zu   bekommen,   welche   uns   in   die   Lage versetzt, die Entfernung zu einem so entfernten Etwas wie einen Stern zu messen.
Sogar   mit   den   genaueren   Satellitendaten   von   Hipparcos   haben   Entfernungsmessungen   für   Sterne   bis   zu einer   Entfernung   von   200-220   Lichtjahren   eine   Fehlerrate   bis   zu   10%   und   bis   zu   500   Lichtjahren   Entfernung   nimmt die    Genauigkeit    weiter    ab.    Jenseits    dieser    Entfernung    sollten    Parallaxenmessungen    nicht    als    zuverlässig angesehen   werden.   Pogge   behauptet   im   Link   zu   seiner   Lektion   5,   dass   Hipparcos’   Daten   “gute   Entfernungen   bis zu   1000   Lichtjahren”   liefern   würden.   Doch   eine   geschätzte   Entfernung   von   nur   500   Lichtjahren   mit   ±   20-30% Fehler    ist    schon    viel    zu    ungenau,    um    von    Nutzen    zu    sein.    1000    Lichtjahre    sind    eine    fast    unbegreiflicher Entfernung, doch nur etwa 1% des Weges durch unsere Milchstraßengalaxie. Ein   Winkel   von   einem   Grad   wird   in   60   Bogenminuten   (60′)   unterteilt,   so   wie   laut   Übereinkunft   eine   Stunde   in 60   Minuten   unterteilt   wird.   Ebenso   kann   jede   Bogenminute   in   60   Bogensekunden   (60”)   unterteilt   werden.   Die Parallaxe   zu   allen   Sternen   außer   unserer   Sonne   beträgt   weniger   als   eine   Bogensekunde.   Die   Parallaxe   zu   Alpha Centauri   beträgt   tatsächlich   nur   etwa   0,75   Bogensekunden   oder   über   0,0002   Grad.   Der   Parallaxenwinkel   zu   allen anderen Sternen ist noch geringer als dieser kleine Wert. Ein   Lichtjahr,   die   Entfernung,   welche   das   Licht   bei   seiner   Reise   durch   das   Vakuum   innerhalb   eines   Jahres zurücklegt,   beträgt   etwa   9,6   Milliarden   Kilometer.   Wenn   man   3,26   Lichtjahre   durch   die   Parallaxe   zu   einem   Stern   in Bogensekunden   teilt,   bekommt   man   die   Entfernung   zu   diesem   Stern,   gemessen   in   Lichtjahren.   Astronomen bevorzugen    im    Allgemeinen    Parsec    (pc)    statt    Lichtjahre    für    Entfernungsmessungen,    obwohl    Parallaxen- messungen   nur   verwendet   werden   können,   um   relativ   kurze   Entfernungen,   wie   die   zu   unserer   Sonne,   genau   zu bestimmen. Beispiel:   3,26   Lichtjahre   /   0,75   Bogensekunden   =   4,36   Lichtjahre   pro   Bogensekunde   (Lj/”),   das   sind   41,28 Billionen Kilometer oder 1,33 Parsec (Parallaxen pro Bogensekunde) zum nächsten Stern. Beginnen wir zunächst nahe der Heimat.

1.2 MODELLIERUNG VON ENTFERNUNGEN IN UND NAHE UNSERES SONNENSYSTEMS

Robert   Burnham   entwickelte   ein   Modell,   um   uns   in   verständlichen   Art   und   Weise   zu   zeigen,   wie   viel   Raum dort   draußen   zwischen   den   Sternen   liegt.   Um   seine   Skala   zu   verstehen,   müssen   wir   einige   wirkliche   Entfernungen kennen. Wie    oben    vermerkt    beträgt    die    Entfernung    von    der    Erde    zur    Sonne    etwa    149,6    Millionen    Kilometer. Normalerweise   auf   150   Millionen   Kilometer   aufgerundet,   wird   dieser Abstand   als Astronomische   Einheit   (AE,   engl. AU) bezeichnet. Ein   Lichtjahr   (Lj)   entspricht   63.294   AE.   Zufälligerweise   ist   das   ungefähr   dieselbe   Maßzahl   wie   eine   Meile   [1 Meile   =   1.609   m]   in   Zoll   [1   Zoll   =   2,54   cm]   entspricht,   nämlich   63.360   Zoll.   Deshalb   gibt   es   etwa   dieselbe   Anzahl von   Zoll   in   1   AE   (63.360   x   92.960.000)   wie   Meilen   in   1   Lichtjahr   (63.294   x   92.960.000).   Das   sind   wirklich   große Zahlen. Bleiben wir bei Zoll. Burnham   setzte   den   Maßstab   in   seinem   Modell   so,   dass   1   Zoll   (1”)   1 AE   entspricht   oder   93   Millionen   Meilen. Dann   würde   1   Meile   in   unserem   Modell   1   Lj   entsprechen.   Dieses   Maß   wäre   1:6.000.000.000.000.   Diese   eine   Einheit würde   sechs   Millionen   Millionen   Einheiten   repräsentieren,   was   ein   Maßstab   von   eins   zu   6   Billiarden   oder   1:6×10¹² entspricht. Beginnen   wir   nun   Burnhams   Miniatur-Skalenmodell   unseres   Sonnensystems   zu   erklären.   Wir   wissen,   dass die   Entfernung   von   der   Erde   zur   Sonne   (1   AE)   einem   Zoll   entspricht.   Wie   groß   ist   die   Sonne?   Der   Durchmesser der   Sonne   ist   ungefähr   870.000   Meilen,   deshalb   wird   in   unserem   Skalenmodell   die   Sonne   nur   etwas   unter   1/100 Zoll   groß   sein.   Das   ist   ein   sehr   winziger   Fleck.   Die   Erde   wird   einen   Zoll   von   der   Sonne   entfernt   sein,   aber   so   klein (0,00009”   oder   9   Einhunderttausendstel   eines   Zolls),   dass   wir   nicht   in   der   Lage   wären,   sie   ohne   ein   Mikroskop   zu sehen.

Das innere Sonnensystem, nicht maßstabsgerechte künstlerische Darstellung

Plutos   Bahnradius   ist   39,5   Mal   größer   als   der   der   Erde,   deshalb   befindet   sich   Pluto   39,5   Zoll   oder   fast genau 1 Meter von der Sonne entfernt. Die   Heliosphäre,   die   Region   um   die   Sonne   herum,   welche   der   Sonnenwind   durchdringt,   misst   7   Fuß   [2,13 m] in unserem Modell. Wo    befindet    sich    der    nächstgelegene    Stern    in    unserem    Modell?    Unser    nächster    Nachbar    ist    Alpha Centauri, über 4 Lichtjahre entfernt. Das sind mehr als 4 Meilen [6,436 m] in unserem Modell. Ja,   4   Meilen.   Unsere   Sonne   ist   nur   ein   winziger   Fleck   und   es   sind   vier   Meilen   bis   zum   nächsten   Fleck.   Das ist   eine   Menge   Raum   dazwischen.   Wie   groß   ist   aber   unsere   Galaxie   in   diesem   Modell?   Die   Modellgalaxie   würde sich   über   100.000   Meilen   [160.900   km]   Durchmesser   erstrecken.   Der   schmale   Diskus   und   die   Spiralarme   wären Tausende   Meilen   dick.   Ihre   zentrale   Verdickung   würde   von   oben   bis   unten   über   6000   Meilen   [9600   km]   messen. Unsere    Galaxie    ist    aber    eine    von    Hunderten    von    Milliarden    von    Galaxien,    die    mit    unseren    gegenwärtigen Messinstrumenten   im   beobachtbaren   Universum   sichtbar   sind.   Der   Nachthimmel   scheint   mit   Sternen   überfüllt   zu sein,     doch     diese     sind     normalerweise     durch     Entfernungen     von     einander     getrennt,     die     dem     über     10 Millionenfachen ihres Durchmessers entsprechen.

1.3 ENTFERNUNGEN UND GRAVITATION

Erinnert   man   sich   daran,   dass,   wie   Newton   schrieb,   die   Gravitation   mit   der   Entfernung   zwischen   zwei Objekten    im    Quadrat    abnimmt    (d.h.    umgekehrt    proportional    zum    Quadrat    ist),    dann    ist    die   Anziehung    der Schwerkraft   zwischen   den   4   Meilen   auseinander   liegenden   zwei   Flecken   gar   nicht   so   stark.   Dasselbe   gilt   für   die   4 Lichtjahre     auseinander     liegenden     zwei     Sterne.     Verwenden     wir     nun     die     Newtonsche     Gleichung,     um herauszuarbeiten, wie groß sie tatsächlich ist. In   der   einfachen   Gleichung   unten,   über   der   Arbeitstabelle,   ist   F   die   Kraft   in   Newton,   G   eine   sehr   kleine Zahl,   die   Gravitationskonstante   genannt   wird,   M1   und   M2   sind   die   geschätzten   Massen   der   zwei   Sterne   in Kilogramm und r ist die Entfernung zwischen ihren Zentren in Metern. Astronomen   verwenden   das   metrische   oder   SI-System,   da   es   viel   gebräuchlicher   und   praktischer   ist   als das   traditionelle   imperiale   System   mit   Zoll,   Fuß,   Meilen,   Pfund   und   Unze.   Das   Ergebnis   der   Berechnung,   das unten   unter   der   Abbildung   gezeigt   wird,   basiert   auf   der   Schwerkraft   der   Erde   auf   der   Erdoberfläche,   genannt “gee” (für “Gravitation”), ungeachtet des verwendeten Messsystems. F = G × (M1 × M2) ÷ R²

Berechnung der Gravitationskraft, die von Alpha Centauri auf die Sonne ausgeübt wird

Trotz    ihrer    großen    Massen    üben    die    zwei    Sterne    nur    eine    winzige   Anziehungskraft    aufeinander    aus. Welche   Kräfte   auch   immer   das   Verhalten   der   Materie   im   Universum   beherrschen,   sie   müssen   stark   genug   und   in der Lage sein, über diese immensen Entfernungen zu wirken. Newtons   Gravitationsgesetz   hat   sich   beim   Erklären   von   Anziehungskräften   und   Umlaufbahnen   innerhalb des   beschränkten   Bereichs   unseres   Sonnensystems   bewährt.   Doch   die   relativ   schwache   Schwerkraft   konnte nur,   wenn   überhaupt,   über   interstellare   Entfernungen   wirksam   werden,   wenn   es   wahr   wäre,   dass   der   Weltraum leer ist und es keine konkurrierenden Kräfte gäbe, die die Gravitation überwinden könnten. Übersetzung H. Täger

Das neue Bild des Universums

2. Magnetische und Elektrische Felder

Sternentstehungsgebiet.

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung NASA/Hubble Space

Telescope

Trigonometrisches Schema der Parallaxe.

Mit freundlicher Genehmigung der Australian Telescope Outreach and Education website

Die   Erde   ist   auf   einer   fast   kreisförmigen   Umlaufbahn   durchschnittlich   etwa   150   Millionen   Kilometer   von   der Sonne   entfernt.   Diese   Entfernung   wird   in   der   Astronomie   oft   als   astronomische   Einheit   (AE)   [in   Englisch   AU] bezeichnet.   Daher   beträgt   die   Entfernung   von   einer   Seite   der   Erdumlaufbahn   zur   Gegenseite   2 AE   oder   etwa   300 Millionen   Kilometer.   Wenn   wir   den   Winkel   zum   nächsten   Stern   (Alpha   Centauri)   von   einer   Seite   der   Umlaufbahn messen,   dann   sechs   Monate   warten   und   wieder   messen,   stellen   wir   fest,   dass   die   Winkeldifferenz   ziemlich   klein ist   und   eine   enorme   Messgenauigkeit   erfordert.   Beträgt   die   Parallaxe   eine   Bogensekunde   (1/3600   eines   Grades), so   entspricht   das   einer   Entfernung   von   3,26   Lichtjahren.   Mehr   über   Parallaxen-   und   Entfernungsberechnungen steht  bei Pogge  und hier . Die    Europäische    Weltraumorganisation    (European    Space    Agency,    Abk.    ESA)    startete    deshalb    ihr automatisiertes   Satellitenteleskop   Hipparcos,   um   während   dessen   Betriebszeit   1989-1993   Messungen   an   über 118,000   Sternen   vorzunehmen.   Der Auftrag   lautete:   Verbesserung   der   Genauigkeit   der   katalogisierten   Positionen vieler   Sterne   und   Aktualisierung   der   Kataloge   Tycho   und   Tycho   2.   Von   den   neu   gemessenen   Parallaxen   erfüllten 20,870 Sterne das Kriterium, einen stellaren Parallaxenfehler von 10% oder weniger zu haben.

Darstellung von Parallaxenfehlern durch den Satelliten HIPPARCOS,

zusammengestellt durch Ralph Biggins aus Katalogdaten von ESA/HIPPARCOS.

Man beachte die mit wachsender Entfernung wachsenden prozentualen

Fehlergrenzen (der sich ausdehnende Keil).