Für Anfänger

gibt es eine Einführung in die Thematik des kosmischen  Plasmas unterstützt durch Youtube Movies

Der Leitfaden

der Elektro- dynamik ist die Voraussetzungen, um die Eigen- schaften des Plasmas, des Aggregatzustandes, in dem sich der Kosmos zu mehr als 99% befindet, zu verstehen..  

Missverständnisse

sind der Grund, warum viele Leute die Ideen des Elektrischen Universums ablehnen. Hier wird mit den Missverständnissen aufgeräumt.

Unter dem Menüpunkt

      Blogs/ Ideensammlung

werden archeologische Artefakte

und mythologische Überlieferungen

von  David Talbott in einer

Podcastserie gedeutet.

SpaceNews

In Kurzfilmen mit deutschen  Untertiteln werden die neuesten  Erkenntnisse über den Kosmos  dargestellt.

Neu: siehe SpaceNews 2016

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Elektrische Universum

letzte Änderung: 26.04.2017 
1. ENTFERNUNGEN IM WELTRAUM 1.1 ENTFERNUNGEN ZU DEN STERNEN Wenn wir in den Nachthimmel hinauf schauen und all die Sterne sehen, von denen viele Sonnen sind, die  unserer eigenen ähneln, dann scheinen sie eng beieinander zu liegen. Aber sie sind einander nicht wirklich  nahe. Das Ausmaß des Raums zwischen ihnen ist riesig.  Entfernung ist eine wichtige und schwierige Quantität, die in der Astronomie zu messen ist. Wir müssen  wissen, wie nah wir den Sternen und Galaxien sind, weil in der Astronomie sehr viel von der Genauigkeit dieser  Information abhängt  ̶̶  die ausgestrahlte Gesamtenergie (Leuchtkraft), die Massen von orbitalen Bewegungen,  die wahren Bewegungen der Sterne durch den Raum und ihre wahren Größen.

Das neue Bild des Universums

2. Magnetische und Elektrische Felder

Sterne sind so weit entfernt, dass sie selbst in Teleskopen nur winzige Lichtpunkte sind. Ohne Kenntnis  über ihre Entfernung können wir nicht genau wissen, ob wir auf einen kleinen, aber sehr hellen Stern oder auf  einen größeren, aber weniger hellen Stern sehen oder ob dieser Stern oder jener Stern uns näher ist. Dies trifft  auch auf Galaxien, Quasare, Jets und andere entfernte Phänomene zu. Der Abstand zwischen unseren Augen ermöglicht uns unsere Tiefenwahrnehmung. Jedes Auge muss in  einem bestimmten Winkel auf einen Gegenstand sehen, um es zu zentrieren. Das Gehirn interpretiert diese  Winkel, stellt den Fokus des Auges ein, gibt uns dadurch ein Gefühl dafür, wie nahe der Gegenstand ist und  erschafft die Tiefenwahrnehmung der Welt um uns herum. Diese biologische Winkelbestimmung ist die  Grundlage einer Methode der Entfernungsbestimmung, die in der Astronomie Parallaxe genannt wird. Triangulation oder trigonometrische Parallaxe ist ein direkter Weg, die von zwei verschiedenen Positionen aus gemessene Winkeldifferenz zu verwenden, um die Entfernung zu irgendeinem Objekt zu ermitteln. Durch  Beobachtung der Position eines Sterns im Vergleich zu einem Stern im Hintergrund von der entgegengesetzten  Seiten unserer Bahn um die Sonne aus erhalten wir eine Grundlinie. Diese ermöglicht es uns, eine  Winkeldifferenz aus den 6 Monate auseinander liegenden Beobachtungen zu bekommen, welche uns in die Lage versetzt, die Entfernung zu einem so entfernten Etwas wie einen Stern zu messen. 
Sogar mit den genaueren Satellitendaten von Hipparcos haben Entfernungsmessungen für Sterne bis zu  einer Entfernung von 200-220 Lichtjahren eine Fehlerrate bis zu 10% und bis zu 500 Lichtjahren Entfernung nimmt  die Genauigkeit weiter ab. Jenseits dieser Entfernung sollten Parallaxenmessungen nicht als zuverlässig  angesehen werden. Pogge behauptet im Link zu seiner Lektion 5, dass Hipparcos’ Daten “gute Entfernungen bis  zu 1000 Lichtjahren” liefern würden. Doch eine geschätzte Entfernung von nur 500 Lichtjahren mit ± 20-30%  Fehler ist schon viel zu ungenau, um von Nutzen zu sein. 1000 Lichtjahre sind eine fast unbegreiflicher  Entfernung, doch nur etwa 1% des Weges durch unsere Milchstraßengalaxie.  Ein Winkel von einem Grad wird in 60 Bogenminuten (60′) unterteilt, so wie laut Übereinkunft eine Stunde in  60 Minuten unterteilt wird. Ebenso kann jede Bogenminute in 60 Bogensekunden (60”) unterteilt werden. Die  Parallaxe zu allen Sternen außer unserer Sonne beträgt weniger als eine Bogensekunde. Die Parallaxe zu Alpha  Centauri beträgt tatsächlich nur etwa 0,75 Bogensekunden oder über 0,0002 Grad. Der Parallaxenwinkel zu allen  anderen Sternen ist noch geringer als dieser kleine Wert. Ein Lichtjahr, die Entfernung, welche das Licht bei seiner Reise durch das Vakuum innerhalb eines Jahres  zurücklegt, beträgt etwa 9,6 Milliarden Kilometer. Wenn man 3,26 Lichtjahre durch die Parallaxe zu einem Stern in Bogensekunden teilt, bekommt man die Entfernung zu diesem Stern, gemessen in Lichtjahren. Astronomen  bevorzugen im Allgemeinen Parsec (pc) statt Lichtjahre für Entfernungsmessungen, obwohl Parallaxen-  messungen nur verwendet werden können, um relativ kurze Entfernungen, wie die zu unserer Sonne, genau zu  bestimmen. Beispiel: 3,26 Lichtjahre / 0,75 Bogensekunden = 4,36 Lichtjahre pro Bogensekunde (Lj/”), das sind 41,28  Billionen Kilometer oder 1,33 Parsec (Parallaxen pro Bogensekunde) zum nächsten Stern.  Beginnen wir zunächst nahe der Heimat.

1.2 MODELLIERUNG VON ENTFERNUNGEN IN UND NAHE UNSERES SONNENSYSTEMS

Robert Burnham entwickelte ein Modell, um uns in verständlichen Art und Weise zu zeigen, wie viel Raum  dort draußen zwischen den Sternen liegt. Um seine Skala zu verstehen, müssen wir einige wirkliche Entfernungen  kennen. Wie oben vermerkt beträgt die Entfernung von der Erde zur Sonne etwa 149,6 Millionen Kilometer.  Normalerweise auf 150 Millionen Kilometer aufgerundet, wird dieser Abstand als Astronomische Einheit (AE, engl.  AU) bezeichnet.  Ein Lichtjahr (Lj) entspricht 63.294 AE. Zufälligerweise ist das ungefähr dieselbe Maßzahl wie eine Meile [1  Meile = 1.609 m] in Zoll [1 Zoll = 2,54 cm] entspricht, nämlich 63.360 Zoll. Deshalb gibt es etwa dieselbe Anzahl  von Zoll in 1 AE (63.360 x 92.960.000) wie Meilen in 1 Lichtjahr (63.294 x 92.960.000). Das sind wirklich große  Zahlen. Bleiben wir bei Zoll. Burnham setzte den Maßstab in seinem Modell so, dass 1 Zoll (1”) 1 AE entspricht oder 93 Millionen Meilen.  Dann würde 1 Meile in unserem Modell 1 Lj entsprechen. Dieses Maß wäre 1:6.000.000.000.000. Diese eine Einheit  würde sechs Millionen Millionen Einheiten repräsentieren, was ein Maßstab von eins zu 6 Billiarden oder 1:6×10¹²  entspricht.  Beginnen wir nun Burnhams Miniatur-Skalenmodell unseres Sonnensystems zu erklären. Wir wissen, dass  die Entfernung von der Erde zur Sonne (1 AE) einem Zoll entspricht. Wie groß ist die Sonne? Der Durchmesser  der Sonne ist ungefähr 870.000 Meilen, deshalb wird in unserem Skalenmodell die Sonne nur etwas unter 1/100  Zoll groß sein. Das ist ein sehr winziger Fleck. Die Erde wird einen Zoll von der Sonne entfernt sein, aber so klein  (0,00009” oder 9 Einhunderttausendstel eines Zolls), dass wir nicht in der Lage wären, sie ohne ein Mikroskop zu  sehen.

Das innere Sonnensystem, nicht maßstabsgerechte künstlerische Darstellung

Plutos Bahnradius ist 39,5 Mal größer als der der Erde, deshalb befindet sich Pluto 39,5 Zoll oder fast  genau 1 Meter von der Sonne entfernt. Die Heliosphäre, die Region um die Sonne herum, welche der Sonnenwind durchdringt, misst 7 Fuß [2,13  m] in unserem Modell. Wo befindet sich der nächstgelegene Stern in unserem Modell? Unser nächster Nachbar ist Alpha  Centauri, über 4 Lichtjahre entfernt. Das sind mehr als 4 Meilen [6,436 m] in unserem Modell.  Ja, 4 Meilen. Unsere Sonne ist nur ein winziger Fleck und es sind vier Meilen bis zum nächsten Fleck. Das  ist eine Menge Raum dazwischen. Wie groß ist aber unsere Galaxie in diesem Modell? Die Modellgalaxie würde  sich über 100.000 Meilen [160.900 km] Durchmesser erstrecken. Der schmale Diskus und die Spiralarme wären  Tausende Meilen dick. Ihre zentrale Verdickung würde von oben bis unten über 6000 Meilen [9600 km] messen.  Unsere Galaxie ist aber eine von Hunderten von Milliarden von Galaxien, die mit unseren gegenwärtigen  Messinstrumenten im beobachtbaren Universum sichtbar sind. Der Nachthimmel scheint mit Sternen überfüllt zu  sein, doch diese sind normalerweise durch Entfernungen von einander getrennt, die dem über 10  Millionenfachen ihres Durchmessers entsprechen. 

1.3 ENTFERNUNGEN UND GRAVITATION

Erinnert man sich daran, dass, wie Newton schrieb, die Gravitation mit der Entfernung zwischen zwei  Objekten im Quadrat abnimmt (d.h. umgekehrt proportional zum Quadrat ist), dann ist die Anziehung der  Schwerkraft zwischen den 4 Meilen auseinander liegenden zwei Flecken gar nicht so stark. Dasselbe gilt für die 4  Lichtjahre auseinander liegenden zwei Sterne. Verwenden wir nun die Newtonsche Gleichung, um  herauszuarbeiten, wie groß sie tatsächlich ist.  In der einfachen Gleichung unten, über der Arbeitstabelle, ist F die Kraft in Newton, G eine sehr kleine  Zahl, die Gravitationskonstante genannt wird, M1 und M2 sind die geschätzten Massen der zwei Sterne in  Kilogramm und r ist die Entfernung zwischen ihren Zentren in Metern.   Astronomen verwenden das metrische oder SI-System, da es viel gebräuchlicher und praktischer ist als  das traditionelle imperiale System mit Zoll, Fuß, Meilen, Pfund und Unze. Das Ergebnis der Berechnung, das  unten unter der Abbildung gezeigt wird, basiert auf der Schwerkraft der Erde auf der Erdoberfläche, genannt  “gee” (für “Gravitation”), ungeachtet des verwendeten Messsystems.  F = G × (M1 × M2) ÷ R²

Berechnung der Gravitationskraft, die von Alpha Centauri auf die Sonne ausgeübt wird

Trotz ihrer großen Massen üben die zwei Sterne nur eine winzige Anziehungskraft aufeinander aus.  Welche Kräfte auch immer das Verhalten der Materie im Universum beherrschen, sie müssen stark genug und in  der Lage sein, über diese immensen Entfernungen zu wirken. Newtons Gravitationsgesetz hat sich beim Erklären von Anziehungskräften und Umlaufbahnen innerhalb  des beschränkten Bereichs unseres Sonnensystems bewährt. Doch die relativ schwache Schwerkraft konnte  nur, wenn überhaupt, über interstellare Entfernungen wirksam werden, wenn es wahr wäre, dass der Weltraum  leer ist und es keine konkurrierenden Kräfte gäbe, die die Gravitation überwinden könnten. Übersetzung H. Täger 

Das neue Bild des Universums

2. Magnetische und Elektrische Felder

Sternentstehungsgebiet.

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung NASA/Hubble Space

Telescope

Trigonometrisches Schema der Parallaxe.

Mit freundlicher Genehmigung der Australian Telescope Outreach and Education website

Die Erde ist auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn durchschnittlich etwa 150 Millionen Kilometer von der  Sonne entfernt. Diese Entfernung wird in der Astronomie oft als astronomische Einheit (AE) [in Englisch AU]  bezeichnet. Daher beträgt die Entfernung von einer Seite der Erdumlaufbahn zur Gegenseite 2 AE oder etwa 300  Millionen Kilometer. Wenn wir den Winkel zum nächsten Stern (Alpha Centauri) von einer Seite der Umlaufbahn  messen, dann sechs Monate warten und wieder messen, stellen wir fest, dass die Winkeldifferenz ziemlich klein  ist und eine enorme Messgenauigkeit erfordert. Beträgt die Parallaxe eine Bogensekunde (1/3600 eines Grades),  so entspricht das einer Entfernung von 3,26 Lichtjahren. Mehr über Parallaxen- und Entfernungsberechnungen  steht  bei Pogge und hier. Die Europäische Weltraumorganisation (European Space Agency, Abk. ESA) startete deshalb ihr  automatisiertes Satellitenteleskop Hipparcos, um während dessen Betriebszeit 1989-1993 Messungen an über  118,000 Sternen vorzunehmen. Der Auftrag lautete: Verbesserung der Genauigkeit der katalogisierten Positionen  vieler Sterne und Aktualisierung der Kataloge Tycho und Tycho 2. Von den neu gemessenen Parallaxen erfüllten  20,870 Sterne das Kriterium, einen stellaren Parallaxenfehler von 10% oder weniger zu haben.

Darstellung von Parallaxenfehlern durch den Satelliten HIPPARCOS,

zusammengestellt durch Ralph Biggins aus Katalogdaten von ESA/HIPPARCOS.

Man beachte die mit wachsender Entfernung wachsenden prozentualen

Fehlergrenzen (der sich ausdehnende Keil).