Physik & Philosophie
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Erkenntnis beginnt mit Erfahrung und mündet in eine Theorie. Neue Erfahrungen sind nicht immer mit alten Theorien  kompatibel. Dann wird es Zeit, die Theorien einer kritischen Prüfung zu unterziehen und sie notfalls auch fallen zu lassen.  Dabei sollte man berücksichtigen, dass eine Theorie nicht mehr Erkenntnisse liefern kann, als in sie hineingesteckt wurde.  Es gibt keine Logik, die Wissen generiert, sie wandelt es nur um. Ein Informatiker weiß, dass jede Mathematik und jede  Logik auf eine Kette von einfachen Schaltvorgängen  mit Werten von 0 und 1 herunter gebrochen werden kann. Nur das ist  berechenbar. Dazwischen ist kein Platz für neue unberechenbare Erfahrung aus unseren Sinnen. 
letzte Änderung 11.03.2016
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© Dr. Ing. Dipl Phys. M. Hüfner 2014

Die Muggle-Bibliothek 

Das physikalische Weltbild zwischen Wissen und Glaube

 Physik ist die Bewegung realer Objekte mittels Energie. Mathematik ist die Bewegung virtueller Objekte mittels Formeln.  Magie ist die Bewegung realer Objekte mittels Formeln. Wenn man Mathematik in der Physik einsetzt, bildet man physikalische  Realitäten auf einem Computer oder auch im Kopf des Beobachters ab. Magie versucht dagegen, den Menschen davon zu  überzeugen, sie könne Objekte mittels der Kraft des Willens bewegen. Obwohl letzteres der Erfahrung völlig widerspricht, übt  Magie eine große Faszination auf Menschen aus. Die gesamte Unterhaltungsbranche insbesondere die Filmindustrie käme ohne  Magie nicht aus.  Einen der größten Erfolge konnte J.K. Rowlings mit ihrer Romanserie über den Zauberschüler “Harry Potter”  einfahren.  Diese Faszination wurde bedient von einer Strömung der Philosophie angefangen von Berkeley bis Schopenhauer  (”Die Welt als  Wille und Vorstellung”). Mit der Einführung des Beobachters in Quantenmechanik und Relativitätstheorie zu Beginn des 20.Jahrhunderts hielt diese  Philosophie auch Einzug in die Physik. So wurden Abbilder für Realität gehalten. Das führte natürlich zu Widersprüchen mit der  Realität. Man diskutierte sie als Paradoxons ohne sie aufzulösen. Später wich man auf Gebiete aus, die sich einer  experimentellen Untersuchung von vornherein entzogen. Nun gewann die Magie in Gestalt des Kreationismus zunehmend an  Einfluss. Das betrifft nicht nur die Darwinsche Lehre von der Entwicklung der Lebewesen sondern auch die Entwicklung des  Universums, wo die Relativitätstheorie praktisch als Türöffner diente.  Das Standardmodell der Kosmologie, was mit großem  Eifer der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist bei näherem Hinsehen in sich widersprüchlich, weil es mit den beobachteten Fakten  schon lange nicht mehr in Einklang zu bringen ist. Wie Spiegel-Online berichtete, lehnen inzwischen ein Drittel der US-Bürger  bereits dieses Weltbild ab und halten sich lieber an die Bibel.  Engagierte Wissenschaftler haben sich  2004 an die  Wissenschaftlergemeinde mit einem offenen Brief gewandt, der sich gegen die vielen unbeweisbaren Hypothesen im Urknall-  Modell richtet,  ohne dass es zu sichtbaren Konsequenzen kam.  Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Solange kein  gesellschaftlicher Druck entsteht, werden die etablierten Einrichtungen sich nicht bewegen. Denn was hinter verschlossenen  Türen mit der Sprache der Mathematik ausgefochten wird, erreicht die Öffentlichkeit nicht.   Scheiterhaufen werden nicht mehr entzündet für Abtrünnige von der vorgegebenen Lehrmeinung, aber Entzug der Lehrerlaubnis ist schon übliche Praxis. So können nur unabhängige Forscher sich ein offenes Wort leisten. Wer aber nach dem Grundsatz  verfährt “Wenn Beobachtungen einer guten Idee widersprechen, lasst uns die Beobachtungen vergessen!”, und damit seinen  Willen anderen aufzwingt, sogar Zweiflern schadet, der betreibt eine Art schwarze Magie. In der modernen Medienwelt ist der  Zauberstab zur  Sendeantenne mutiert.  .  Physik ist wegen ihrer zu Recht beklagten Unverständlichkeit als Studienobjekt nicht gerade beliebt. In der vorliegenden  Sammlung von Schriften soll die Physik entmystifiziert werden. Dazu ist die Form von E-books die einfachste, da die Kosten  für ihre Verbreitung am geringsten ist. Alle diese Bücher sollen kostenlos im epub-Format bereitgestellt werden und jedermann  zum Download  aus der Muggle-Bibliothek*) zugänglich sein. Ihr Inhalt soll nicht nur Kritik enthalten, sondern auch alternative  Ideen auf dem Boden der Kriterien für eine Physik frei von Magie. Das mag auf den ersten Blick närrisch erscheinen. Wenn man  sich jedoch einmal von gewohnten Vorurteilen löst, bemerkt man auf den zweiten Blick aber, dass es durchaus  Interpretationsspielräume gibt, die es lohnt, einmal weiter zu durchdenken.  *) Seit J.K. Rowlings Buchserie über den Zauberschüler Harry Potter, dürfte der Begriff "Muggle" bekannt sein. Dem Muggle, einem menschlichen  Wesen ohne magische Fähigkeiten, ist jegliche Magie verhasst, wobei der Begriff in Magier-Kreisen abwertend gebraucht wird.  In einer Muggle-  Bibliothek sind Schriften magischen Inhalts mit entsprechenden Kommentaren versehen. Ansonsten wird darauf geachtet, dass alles ohne Magie  erklärt wird, was zwar ein notwendiges aber noch kein hinreichendes Kriterium für eine wissenschaftliche Bibliothek ist. 
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