Eines Muggles Bibliothek
© Dr. Ing. Dipl Phys. M. Hüfner 2014
winden konnte.

Philosophische Verirrungen in der Quantenmechanik

des 20.Jahrhunderts

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Aus dem Vorwort zur deutschen Übersetzung:

Die   Quantenmechanik   und   die   Relativitätstheorie   sind   die   beiden   physikalischen   Theorien,   die   das   20.​Jahrhundert   geprägt haben.   Das   revolutionär   neue   gegenüber   der   klassischen   Physik   war   die   Tatsache,   dass   der   Beobachter   mit   in   die   Theorie einbezogen   wurde.   Das   führte   jedoch   zu   teilweise   absurden   Interpretationen,   die   einem   Studenten   nicht   zu   vermitteln waren,   weshalb   man   mitunter   ganz   darauf   verzichtete.   Lediglich   an   den   Formeln   sollte   er   sich   orientieren.   Das   aber   kann auf   die   Dauer   nicht   gut   gehen.   So   hatte   ich   mich   beruflich   praktischeren Aufgaben   zugewandt,   ohne   die   theoretische   Physik völlig aus dem Hinterkopf zu verlieren. Nach Beendigung meines Berufslebens wollte ich meine Verständnislücken auf diesem Gebiet endlich schließen. Auf   der   Suche   nach   einer   verständlichen   Einführung   in   die   Quantenmechanik   fiel   mir   ein   kleines   Reklam-Heftchen   von Werner   Heisenberg   mit   dem   Titel   „Quantentheorie   und   Philosophie   in   die   Hände“.   Das   Heftchen   schien   für   mein Anliegen gerade   recht.   Besonders   die   Kapitel   über   die   Kopenhagener   Deutung   der   Quantenmechanik,   sein   Gespräch   mit   Einstein   als auch   sein   Verhältnis   zur   Kant'schen   Philosophie   fanden   meine   ungeteilte Aufmerksamkeit.   „Der   Übergang   vom   Möglichen zum   Faktischen   fände   zum   Zeitpunkt   des   Beobachtungsaktes   statt”,   konstatiert   er   in   seiner   Kopenhagener   Interpretation. Und   Einstein   hielt   dagegen:   „Aber   vom   prinzipiellen   Standpunkt   ist   es   ganz   falsch,   eine   Theorie   nur   auf   beobachtbare Größen   aufbauen   zu   wollen.   Denn   es   ist   ja   genau   umgekehrt.   Erst   die   Theorie   entscheidet   darüber,   was   man   beobachten kann.“ In   der   Diskussion   Werner   Heisenbergs   und   Carl   Friedrich   von   Weizsäckers   mit   der   jungen   Philosophin   Grete   Hermann ging es um das Kausalgesetz, dass in der Quantenmechanik nicht mehr gültig sein sollte...
Das physikalische Weltbild zwischen Realität und Surrealismus
Zur   Person:   Paul   Marmet,   Ph.   D.   (1932-2005)   war   einer   der   wichtigsten   Kritiker   der Relativitätstheorie   in   der   Neuzeit.         Von   1990   bis   1999   war   er Assistenzprofessor   im Fachbereich     Physik     der     Universität     von     Ottawa.          Er     war     Leiter     einer Forschungsgruppe      am      Herzberg-Institut      der      Astrophysik      des      nationalen Forschungsrats   von   Kanada,   in   Ottawa,   von   1983   bis   1990.      Von   1967   bis   1982   war er   Direktor   des   Labors   für Atom   und   der   Molekülphysik   an   der   Laval   Universität   in Québec-Stadt.                  Als   früherer   Präsident   des   kanadischen   Verbandes   der   Physiker (1981-1982)   diente   er   auch   von   1979   bis   1984   als   Mitglied   des   Vollzugsausschusses der Atomenergie-Kontrollorgane   von   Kanada.      Paul   Marmet   wurde   zum   Mitglied   der königlichen   Gesellschaft   von   Kanada   im   Jahre   1973   gewählt   und   wurde   im   Jahre 1981   zum   Offizier   des   kanadischen   Ordens   gemacht.   Der   kanadische   Orden   ist   die höchste Auszeichnung,   die   von   der   kanadischen   Regierung   verliehen   wird.   Zwischen 1978    und    1998    veröffentlichte    Paul    Marmet    einige    Papiere,    die    sich    auf    die Grundprinzipien    der    Physik    bezogen.        Mehrere    dieser    Papiere    werden    hier widergegeben.         In   den   Jahren   1997-99   zeigten   Physiker   der   Einrichtung   heftigen Widerspruch    gegen    die    Tatsache,    dass    Marmets    Forschung    bedeutete,    dass    die Grundprinzipien der Physik in Frage gestellt wurden. Obgleich      seine      experimentelle     Arbeit,      die      die      Energie      von      zahlreichen
Quantenzuständen    bestimmen    konnte,    in    hohem    Grade    geschätzt    und    sogar    geehrt    wurde,    wurde    er    durch    die Physikadministration   aufgeforderte,   dass   er   aufhören   solle,   die   Grundprinzipien   der   Physik   in   Frage   zu   stellen.      Marmet wurde    zuerst    durch    den    NSERC     (Naturwissenschafts-    und    Technik-Forschungsrat    von    Kanada)    informiert,    diese Grundlagenforschung     zu     beenden,     obwohl     sie     theoretisch     ist     und     keine     Forschungsfonds     erforderte     -     alle Forschungsstipendien   wurden   für   die   experimentelle   Arbeit   verwendet,   die   für   die   Apparatur   der   der   Erzeugung   eines monoenergetischen   Elektronenstrahls   benötigt   wurde.      Obwohl   die   Grundlagenforschung   noch   in   das   folgende   Jahr   ging, wurde   die   Gelder   ausgesetzt   und   die   experimentelle Arbeit   beendet.   Im   Mai   1999   kam   der   Leiter   des   Fachbereichs   Physik zu   Marmet   ins   Büro   und   sagte:   „Wir   wollen   Ihr   Büro   nicht,      Ihr   Problem   ist,   dass   Sie   die   Grundprinzipien   der   Physik   in Frage   stellen."      Drei   Monate   später   erhielt   Marmet   einen   Brief,   dass   er   bis   zum   Ende   des   Monats   sein   Büro   zu   räumen hätte.   Ohne   Forschungsstipendium   und   vertrieben   aus   seinem   Büro,   setzte   Marmet   seine   Forschungen   allein   zu   Hause fort.   Das   zeigt,   dass   Physik   nicht   nur   eine   Wissenschaft   ist,   sie   ist   auch   eine   Lehrmeinung.      Deshalb   gibt   es   Häretiker.        Das ist nicht anders als zu Galileis Zeiten!
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Philosophische Verirrungen in der

Quantenmechanik

des 20.Jahrhunderts

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Aus dem Vorwort zur deutschen Übersetzung:

Die      Quantenmechanik      und      die      Relativitätstheorie      sind      die      beiden physikalischen     Theorien,     die     das     20.​Jahrhundert     geprägt     haben.     Das revolutionär   neue   gegenüber   der   klassischen   Physik   war   die Tatsache,   dass   der Beobachter    mit    in    die    Theorie    einbezogen    wurde.    Das    führte    jedoch    zu teilweise   absurden   Interpretationen,   die   einem   Studenten   nicht   zu   vermitteln waren,    weshalb    man    mitunter    ganz    darauf    verzichtete.    Lediglich    an    den Formeln   sollte   er   sich   orientieren.   Das   aber   kann   auf   die   Dauer   nicht   gut gehen.   So   hatte   ich   mich   beruflich   praktischeren   Aufgaben   zugewandt,   ohne die theoretische Physik völlig aus dem Hinterkopf zu verlieren. Nach   Beendigung   meines   Berufslebens   wollte   ich   meine   Verständnislücken auf diesem Gebiet endlich schließen. Auf   der   Suche   nach   einer   verständlichen   Einführung   in   die   Quantenmechanik fiel   mir   ein   kleines   Reklam-Heftchen   von   Werner   Heisenberg   mit   dem   Titel „Quantentheorie   und   Philosophie   in   die   Hände“.   Das   Heftchen   schien   für   mein Anliegen   gerade   recht.   Besonders   die   Kapitel   über   die   Kopenhagener   Deutung der   Quantenmechanik,   sein   Gespräch   mit   Einstein   als   auch   sein   Verhältnis   zur Kant'schen    Philosophie    fanden    meine    ungeteilte    Aufmerksamkeit.    „Der Übergang     vom     Möglichen     zum     Faktischen     fände     zum     Zeitpunkt     des Beobachtungsaktes   statt”,   konstatiert   er   in   seiner   Kopenhagener   Interpretation. Und   Einstein   hielt   dagegen:   „Aber   vom   prinzipiellen   Standpunkt   ist   es   ganz falsch,   eine   Theorie   nur   auf   beobachtbare   Größen   aufbauen   zu   wollen.   Denn es   ist   ja   genau   umgekehrt.   Erst   die   Theorie   entscheidet   darüber,   was   man beobachten kann.“ In   der   Diskussion Werner   Heisenbergs   und   Carl   Friedrich   von Weizsäckers   mit der   jungen   Philosophin   Grete   Hermann   ging   es   um   das   Kausalgesetz,   dass   in der Quantenmechanik nicht mehr gültig sein sollte...
Physik zwischen Realität und Surrealismus
Zur   Person:   Paul   Marmet,   Ph.   D.   (1932- 2005)    war    einer    der    wichtigsten    Kritiker der   Relativitätstheorie   in   der   Neuzeit.         Von 1990   bis   1999   war   er Assistenzprofessor   im Fachbereich    Physik    der    Universität    von Ottawa.                Er        war        Leiter        einer Forschungsgruppe   am   Herzberg-Institut   der Astrophysik   des   nationalen   Forschungsrats von   Kanada,   in   Ottawa,   von   1983   bis   1990.     Von    1967    bis    1982    war    er    Direktor    des Labors   für Atom   und   der   Molekülphysik   an der     Laval     Universität     in     Québec-Stadt.                           Als    früherer    Präsident    des    kanadischen Verbandes   der   Physiker   (1981-1982)   diente er   auch   von   1979   bis   1984   als   Mitglied   des Vollzugsausschusses       der      Atomenergie- Kontrollorgane   von   Kanada.      Paul   Marmet
wurde   zum   Mitglied   der   königlichen   Gesellschaft   von   Kanada    im   Jahre   1973 gewählt    und    wurde    im    Jahre    1981    zum    Offizier    des    kanadischen    Ordens gemacht.   Der   kanadische   Orden   ist   die   höchste   Auszeichnung,   die   von   der kanadischen      Regierung      verliehen      wird.      Zwischen      1978      und      1998 veröffentlichte   Paul   Marmet   einige   Papiere,   die   sich   auf   die   Grundprinzipien der   Physik   bezogen.      Mehrere   dieser   Papiere   werden   hier   widergegeben.         In den   Jahren   1997-99   zeigten   Physiker   der   Einrichtung   heftigen   Widerspruch gegen      die     Tatsache,      dass      Marmets      Forschung      bedeutete,      dass      die Grundprinzipien der Physik in Frage gestellt wurden. Obgleich    seine    experimentelle    Arbeit,    die    die    Energie    von    zahlreichen Quantenzuständen   bestimmen   konnte,   in   hohem   Grade   geschätzt   und   sogar geehrt   wurde,   wurde   er   durch   die   Physikadministration   aufgeforderte,   dass   er aufhören   solle,   die   Grundprinzipien   der   Physik   in   Frage   zu   stellen.      Marmet wurde     zuerst     durch     den     NSERC     (Naturwissenschafts-     und     Technik- Forschungsrat     von     Kanada)     informiert,     diese     Grundlagenforschung     zu beenden,   obwohl   sie   theoretisch   ist   und   keine   Forschungsfonds   erforderte   -   alle Forschungsstipendien   wurden   für   die   experimentelle   Arbeit   verwendet,   die   für die   Apparatur   der   der   Erzeugung   eines   monoenergetischen   Elektronenstrahls benötigt   wurde.      Obwohl   die   Grundlagenforschung   noch   in   das   folgende   Jahr ging,   wurde   die   Gelder   ausgesetzt   und   die   experimentelle   Arbeit   beendet.   Im Mai   1999   kam   der   Leiter   des   Fachbereichs   Physik   zu   Marmet   ins   Büro   und sagte:     „Wir     wollen     Ihr     Büro     nicht,          Ihr     Problem     ist,     dass     Sie     die Grundprinzipien    der    Physik    in    Frage    stellen."        Drei    Monate    später    erhielt Marmet   einen   Brief,   dass   er   bis   zum   Ende   des   Monats   sein   Büro   zu   räumen hätte.    Ohne    Forschungsstipendium    und    vertrieben    aus    seinem    Büro,    setzte Marmet   seine   Forschungen   allein   zu   Hause   fort.   Das   zeigt,   dass   Physik   nicht nur   eine   Wissenschaft   ist,   sie   ist   auch   eine   Lehrmeinung.      Deshalb   gibt   es Häretiker.   Das ist nicht anders als zu Galileis Zeiten!