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© Dr. Ing. Dipl Phys. M. Hüfner 2014
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Kurze Erläuterung zur indischen Philosophie

Betrachtet man den Hinduismus, so ist er eine Philosophie, die Götter als Symbole  verwendet, um die Ideen dem einfachen Volk nahe zu bringen. Gott Brahman steht  für die ewige Welt und Atman für das  erleuchtete Individuum, dass in Brahman  aufgenommen wird. Im Mittelpunkt dieser Philosophie steht das Dharma, das  Gesetz von Ethik und Moral. Die kosmische Ordnung ist das Sanatana Dharma:  Die Götter Vishnu und Shiva symbolisieren diese Einheit der Gegensätze. Im  Hinduismus gibt es kein absolut Gutes und Böses.  Goethe, der Kenntnis von der  indischen Mythologie hatte, lässt das in seinem Faust anklingen, indem er dem  Mephisto  bei seinem Auftritt die Worte in den Mund legt:  „ Ich bin Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. “                 Gott Brahman -> Für den Hindu sind diese Götter reale Materie. Die Göttinnen Saravati, Lakshmi  und Parvati sind den drei Göttern als deren Energien zugeordnet. Diese Energien  können aufbauend oder zerstörerisch sein. Dementsprechend erhalten sie andere Namen. Materie ist in Bewegung, weshalb  den Göttern ein Reittier zugeordnet ist. Für Brahman ist es der Schwan. Für  Vishnu ist es ein Fabelwesen halb Mensch halb  Vogel. Daraus hat sich der Engel im Christentum entwickelt. Shiva reitet auf einem Stier.  Der Physiker von heute fasst das  alles unter dem Begriff der Erhaltung von Masse und Energie zusammen. Auch der Hinduismus fasst Eigenschaften  zusammen und personifiziert sie neu. Die drei Göttinnen  werden, wenn sie eine besonders große Energie ausdrücken sollen,  zu Shakti personifiziert. Die Kausalität kommt durch das Karma zum Ausdruck. Alles, was in diesem Leben getan wird, hat  Einfluss auf das kommende Leben. Der Mensch bleibt solange im Hamsterrad der Wiedergeburt (Samsara), bis er geläutert  das Moksha, das letzte der vier Lebensziele erreicht. Dann ist er von allen Leiden befreit. Diese Lebensziele sind im  Varnashrama-Dharma fixiert. 
Diesem abstrakten Modell der Götterwelt aus vorchristlicher Zeit setzt der Hindu das personalisierte Götterbild, die   Projektionsfläche seiner Wünsche, entgegen.  Jeder darf sich seinen eigenen Gott aussuchen, den er verehrt.  Dieser wird als   ein Avatar einer der abstrakten Gottheiten aufgefasst.  Dieser Ansatz erlaubt eine große Toleranz gegenüber anderen  Religionen.  Ein Avatar von Vishnu ist Krishna, der ziemlich viel Ähnlichkeit mit Christus aufweist. Nur dass er mit Kühen  verbunden ist, während Christus in einem Schafstall zur Welt kam. In der Bhagavadgita beschreibt Krishna dem Helden  Arjuna das Brahman der alten Veden ( Veden bedeutet  mündlich überliefertes Wissen). Albert Einstein äußerte sich über die Bhagavadgita folgendermaßen: „When I read the Bhagavat Gita and reflect about  how God created this universe everythings seems so superflows.“   So ist nicht verwunderlich, dass man in der  Mainstreamkosmologie die alten Schöpfungsideen wiederfindet.
 Aus den Rigveden ( dem Wissen der Bramahnen) erfahren wir  auch etwas über die Waffe der Götter.  Es war die  Vajra, die  sie in Form von Blitzen und Meteoriten vom Himmel auf die Erde schleuderten. Diese Varja, aus Meteoreisen geschmiedet,  ging als Kultobjekt in verschiedene Religionen ein. Man findet sie  nicht nur bei den alten Vedengöttern Indra. Agni und  Vayn,  sondern auch im Buddhismus ebenso  in abgewandelter Form als Hammer des Thor in der Edda.  In ihrer modernen  Bedeutung ist sie das Symbol für die elektrischen Kräfte des Universums, die sich aus dem Plasmazustand der Materie  ergeben.
Das physikalische Weltbild zwischen Realität und Surrealismus
Indische Philosophie